VW-Übernahme: Porsche rüstet sich

Porsche rüstet sich für die Übernahme weiterer VW-Anteile. Der Sportwagenbauer habe seine Kreditlinie von zehn Milliarden Euro voll ausgeschöpft, teilte das Stuttgarter Unternehmen am Mittwoch (20.2.) mit.

Das Geld war ursprünglich für den Ankauf von VW-Aktien im Rahmen des Pflichtangebotes im Mai 2007 gedacht gewesen. Zunächst umfasste die von einem Bankenkonsortium eingeräumte Kreditlinie 35 Milliarden Euro. Nach Ablauf des Pflichtangebots reduzierte Porsche den Kreditrahmen auf zehn Milliarden Euro.

Porsche wies in der Erklärung darauf hin, dass man den Kreditrahmen ausgeschöpft habe, um die festgelegten günstigen Zinskonditionen zu nutzen, die sonst verfallen wären. "Es handelt sich also in erster Linie um einen technischen Schritt", hieß es. Das Geld soll nun risikofrei gut verzinslich angelegt werden und Porsche zusätzlichen Ertrag bringen.

Ein Sprecher des Sportwagenbauers schränkte auf Anfrage ein, Porsche habe derzeit keine Pläne zum Aufstocken seiner Anteile von derzeit knapp 31 Prozent auf über 50 Prozent. Dazu wäre ein Aufsichtsratsbeschluss notwendig. Dieser liege nicht vor.

Die Betriebsräte der beiden Autobauer kämpfen unterdessen weiter um Einfluss für ihre Unternehmen. Hintergrund der Auseinandersetzung ist die Mitbestimmungsvereinbarung in der neuen Porsche Holding SE. Sie sieht für den Fall einer Übernahme von VW durch Porsche unter anderem vor, dass im Aufsichtsrat die Betriebsräte von Porsche und VW je drei Sitze erhalten. Dagegen läuft VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh Sturm, weil VW rund 30-mal mehr Mitarbeiter hat als Porsche. Am 29. April wird vor dem Stuttgarter Arbeitsgericht über den Streit verhandelt.

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dpa

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