VW US-Werk: Standortentscheidung gefallen

VW hat sich für den Standort seines  US-Werks entschieden. Die neue Produktionsstätte soll in Chattanooga, US-Bundesstaat Tennessee errichtet werden, gab der Autobauer am Dienstag (15.7.) bekannt.

Die erste Ausbaustufe des neuen Werks, das 2011 fertiggestellt sein soll, wird für eine Jahreskapazität von 150.000 Fahrzeugen ausgelegt und umfasst eine vollständige Produktion mit Karosseriebau, Lackiererei und Montage.

Als erstes Fahrzeug ist eine für den US-Markt maßgeschneiderte Mittelklasse-Limousine geplant. Mittelfristig wird Volkswagen an dem Standort rund 2.000 Mitarbeiter direkt beschäftigen; darüber hinaus sollen weitere Arbeitsplätze bei Zulieferern und in der Logistik entstehen.

Insgesamt will VW in das 550 Hektar große Gelände rund eine Milliarde Dollar (620 Millionen Euro) investieren.

VW will mit einer neuen US-Strategie und einer eigenen Produktionsstätte die Wende auf dem seit Jahren verlustreichen US-Mark einläuten. VW-Chef Martin Winterkorn sagte: "Die USA sind für unsere Volumenstrategie ein wichtiger Markt, den wir jetzt mit großer Konsequenz erschließen. Volkswagen wird dort viel bewegen."

Bis 2018 will der Konzern im wichtigsten Automarkt der Welt jährlich eine Million Autos verkaufen, hat Winterkorn als Ziel ausgegeben. Davon sollen 800.000 von der Marke Volkswagen und 200.000 von Audi kommen. 2007 hatte VW in den USA knapp 330.000 Autos ausgeliefert. Der Absatz der Marke VW-Personenwagen fiel um fast zwei Prozent auf 230.500 Einheiten. Audi steigert seine Auslieferungen um 3,8 Prozent auf 93.500 Autos.

Auch das gut 100 Kilometer von Chattanooga entfernte Huntsville im Norden des Bundesstaates Alabama war für den Neubau im Gespräch gewesen. Seit der Schließung seines letzten US-Werks 1988 produziert VW im benachbarten Mexiko. Dort, in Puebla, soll auch der nächste Jetta gebaut werden. Er soll 2010 auf den Markt kommen und als erstes Modell exakt auf die Kundenwünsche in den USA ausgerichtet sein.


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dpa / uba

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