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VW

Verhandlungsmarathon geht weiter

Foto: ams

Bei den Gesprächen über die Sanierung der ertragsschwachen Marke VW zeichnen sich scharfe Auseinandersetzungen ab. Nach fast sieben Stunden Verhandlung sind VW-Management und IG Metall am Montag (18.9.) ohne Annäherung auseinander gegangen. Sie wollen sich am Freitag erneut treffen.

19.09.2006

IG Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine berichtete von verhärteten Fronten. "Die Gespräche haben sich verhakt", sagte er. VW habe den Konflikt mit neuen Forderungen verschärft. Für das Unternehmen sagte Verhandlungsführer Klaus Dierkes: "Wir sind noch sehr weit auseinander."

VW will vor allem die Wochenarbeitszeit in den sechs westdeutschen Werken von derzeit 28,8 auf 35 Stunden ohne Lohnausgleich verlängern. Dabei habe VW mit Forderungen nach Pausenkürzungen und unbezahlten Qualifizierungszeiten am Montag noch draufgesattelt, sagte Meine. Die Überlegungen orientieren sich offenbar am Tarifmodell der VW-Tochter Auto 5000 GmbH. Dort sind die Beschäftigten zu zweieinhalb Stunden Weiterbildung pro Woche verpflichtet, bekommen aber nur 50 Prozent dieser Zeit bezahlt.

Die Gewerkschaft drängt auf langfristige Garantien für Jobs und Auslastung der Werke. Solange Volkswagen keine konkreten Zusagen mache, werde sie nicht über Änderungen am Tarifvertrag reden, unterstrich Meine.

Dierkes sprach von einem "schwierigen Verhandlungsprozess". Es gebe ein Riesenpaket zu beraten. Dabei gehe es darum, zu wettbewerbsfähigen Arbeitskosten zurückzukehren. Dies sei notwendig, damit VW zu Bedingungen wie die Konkurrenz produzieren könne. "Wir müssen die Kosten dahingehend ändern, dass wir in Deutschland wettbewerbsfähig Autos bauen können", sagte Dierkes.

Die Tarifgespräche zur Sanierung der ertragsschwachen Traditionsmarke hatten am Morgen in Langenhagen bei Hannover ohne Aussicht auf eine schnelle Einigung begonnen. Nach monatelangen Sondierungen begann damit die entscheidende Runde in der Auseinandersetzung von VW-Führung und Gewerkschaft. Um die von Überkapazitäten und vergleichsweise hohen Produktionskosten gekennzeichnete Marke wieder wettbewerbfähiger zu machen, beraten die Partner auch über Änderungen am Tarifvertrag. Der Vertrag soll aber nicht gekündigt werden.

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