Allerdings wurde die ursprüngliche Idee verworfen, lediglich das Fahrzeugkonzept des Skoda Roomster zu adaptieren. Stattdessen ist jetzt mit einem Jahr Zeitverzug eine eigenständige Version für Familie, Freizeit und Hobby geplant. Auch in der Polo-Familie sollen neue Infotainmentsysteme mit Touchscreen- Display sowie neue Fahrerassistenzsysteme Einzug halten.
Passat erhält Facelift
Im Herbst 2010 wollen die Wolfsburger eine stark überarbeitete Version des Passat präsentieren: Er bekommt ein flacheres Gesicht, wobei der Grill bis an die weiter herumgezogenen Scheinwerfer reicht. Die Rücklichter erhalten dagegen lediglich eine neue Grafik. Dazu gibt es neue Motoren, darunter ein doppelt aufgeladener Vierzylinder-Diesel mit 180 und 220 PS. VR6 TDI und Vierventil-Reihenfünfzylinder-Diesel - beide fast fertig entwickelt - blieben wegen des zu erwartenden höheren CO2-Ausstoßes auf der Strecke. Selbst der Einsatz des VR6-Benziners im Passat ist deshalb nicht sicher. Den starken Zweiliter-TDI soll auch der ebenfalls Ende 2010 erwartete nächste Sharan bekommen, der erstmals auf dem aktuellen Passat basiert.
Für die besonders drehmomentstarken Motoren steht zudem bald ein neues Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DQ 500) bereit. Um den Absatz des heutigen Passat zu befördern, soll dieser bereits Ende 2008 mit einem Startstopp-System ausgerüstet werden. Es kann - so Konzern-Aggregatechef Wolfgang Hatz - sowohl für Schalt- als auch für Automatikgetriebe eingesetzt werden.
Nachfolger erst 2013
Für den Passat-Nachfolger ab 2013 wurden zwei Varianten durchgerechnet. Ursprünglich sollte er die neue modulare Längsplattform von Audi übernehmen und als Schwestermodell des A4 fungieren. Vorteil wäre die problemlose Übernahme des mittlerweile eingeführten Technikbaukastens, Nachteil die zu enge Verwandtschaft zum höher positionierten Audi. Inzwischen hat sich aber, so hört man, die zweite Variante durchgesetzt: Der Passat VII bekommt die neue modulare Querplattform, die 2011 serienreif sein und ihren Ersteinsatz 2012 im Audi A3 erleben soll.
"Der neue modulare Querbaukasten wird ein Erfolg", verspricht Martin Winterkorn, "weil wir damit über alle Marken des Konzerns hinweg eine große Zahl unterschiedlicher Modelle und Karosserievarianten zu bezahlbaren Preisen anbieten können." Bei VW reicht das Spektrum vom Polo bis zum Passat. Darunter angesiedelt ist die Kleinwagen-Familie, die unter der Bezeichnung Up bereits zu sehen war. Nie war die Chance größer für die Marke, mit technisch und optisch überzeugenden Volks-Wagen in allen Klassen zu dominieren.

