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VW

Weitere Kürzungen

Der Aufsichtsrat des Autoherstellers Volkswagen soll an diesem Freitag weitere Investitions-Kürzungen beschließen. Dies verlautete am Donnerstag (11.11.) aus Branchenkreisen. Über die Höhe der Kürzungen gab es aber keine Angaben. VW hatte seine Investitions-Ausgaben bereits zuletzt deutlich zurückgefahren.

11.11.2004

Bereits am Mittwochabend hatte VW bekannt gegeben, zum 29. November die Preise in Deutschland für alle Modelle der Marke VW um 0,7 Prozent anzuheben. Wie ein Sprecher am Donnerstag sagte, kostet die Grundversion des Golf V statt 15.220 Euro künftig 15.325 Euro.

Zu einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" über eine Verkleinerung des Vorstandes sagte ein VW-Sprecher am Donnerstag, VW nehme zu Personalspekulationen keine Stellung. Dem Bericht zufolge sind die Tage von Folker Weißgerber und Jens Neumann als Vorstandsmitglieder bei VW gezählt.

Zur Investitions-Planung hatte Volkswagen bereits im Oktober angekündigt, in seinem Werk Wolfsburg in den kommenden Jahren weniger zu investieren als ursprünglich geplant. Bei der Überarbeitung der langfristigen Planung der Jahre 2005 bis 2009 für das Werk Wolfsburg sei die Summe von 1,9 Milliarden auf 1,5 Milliarden Euro gesunken.

Im November 2003 hatte der Aufsichtsrat eine Fünf-Jahres-Planung beschlossen, nach der die Investitionen bis 2008 um elf Prozent auf insgesamt 41,6 Milliarden Euro zurückgefahren werden.

Neben der neuen Investitions-Planung soll der VW-Aufsichtsrat an diesem Freitag außerdem der Verpflichtung des früheren Daimler-Chrysler-Vorstands Wolfgang Bernhard zustimmen. Bernhard soll zum 1. Februar 2005 zunächst VW-Vorstand ohne Geschäftsbereich werden. Spätestens zum 1. Januar 2006 soll er dann die Führung der Marke Volkswagen übernehmen, zu der etwa die Modelle Golf, Passat und Polo zählen.

Das VW-Konzernergebnis nach Steuern war in den ersten neun Monaten 2004 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen. Hauptgründe sind Absatzprobleme vor allem auf den wichtigen Märkten Deutschland und USA sowie die ungünstige Wechselkurssituation wegen des starken Euro.

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