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VW

Wende in China

Foto: Archiv

Volkswagen hat in China die Kurve gekriegt. Nach den Verlusten im Vorjahr stieg der Absatz in diesem Jahr unerwartet bis August um 29,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

06.09.2006

"Wir werden in diesem Jahr deutlich mehr als 600.000 Autos verkaufen", sagte VW-China-Chef Winfried Vahland am Mittwoch (6.9.) vor Journalisten in Peking. Der Konzern zeige in China wieder profitables Wachstum. "Wir sind Marktführer in China und wollen es bleiben", sagte Vahland, der seit gut einem Jahr die Geschäfte in China leitet.

Der Absatz sei seit Jahresanfang etwas schneller als der Gesamtmarkt gewachsen. "Wir sind überrascht über die Entwicklung in diesem Jahr." Volkswagen habe seinen Marktanteil von 17,3 Prozent im Vorjahr leicht ausbauen können. Grund sei die Modelloffensive. Die Marke Audi habe bis August sogar um 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. In diesem Monat komme Skoda als neue Marke. Im nächsten Jahr sollen außer dem Octavia zwei Skoda-Modelle auf den Markt kommen, die in Schanghai produziert werden. Skoda soll bis 2010 einen Marktanteil von 2,5 bis drei Prozent erreichen.

Bis 2010 wolle Volkswagen jedes Jahr zwei bis drei neue Modelle auf den Markt bringen. "Volkswagen wird sich künftig stärker an den chinesischen Kundenbedürfnissen ausrichten." Im Luxusbereich legten Kunden in China Wert auf Leder, Holz und Hintersitzkomfort. Kleine Wagen müssten mobile Unterhaltungssysteme haben. Autos müssten in China "maskulin" und als Statussymbol mit viel Chrom erscheinen.

Im ersten Halbjahr habe es ein positives Ergebnis von 37 Millionen Euro gegeben, nachdem es im Vorjahreszeitraum ein Verlust von 22 Millionen gewesen sei, sagte Vahland. Das Ziel, 40 Prozent der Kosten bis Ende 2008 zu reduzieren, werde bis Jahresende um mehr als die Hälfte erfüllt. Die Produktivität sei um mindestens 30 Prozent gesteigert worden. Der Anteil lokal gefertigter Teile soll vor 2008 auf 80 Prozent steigen. Zwischen Januar 2005 und heute habe der Anteil von 63 auf 73 Prozent zugelegt.

Mit dem Markt wachsen

Die Gemeinschaftsunternehmen mit der Shanghai Automotive (SAIC) in Schanghai und der First Automotiv Works (FAW) in Changchun in Nordostchina seien klar im Markt positioniert worden. Volkswagen stehe voll hinter dem geplanten Börsengang seines Partners SAIC, der sein Autogeschäft mit Volkswagen, General Motors und Rover in einem neuen Aktienunternehmen bündelt. "Geschäftsmäßig wird sich die Situation eher positiv entwickeln, weil es jetzt eine klar aufgestellte Automobilsparte gibt."

Volkswagen wolle sich nicht so sehr auf seinen Marktanteil konzentrieren, sondern vielmehr mit dem Mark wachsen, betonte Vahland. Der Gesamtmarkt werde in diesem Jahr wohl auf 3,8 bis vier Millionen Autos wachsen. Im Konzern habe China als Markt bereits eine vergleichbare Stellung wie die USA. Bis Ende August seien 459.299 Fahrzeuge des Konzerns in China verkauft worden. "Das ist ein sehr gutes Ergebnis", sagte Vahland. "Es ist eine neue Situation für den Wettbewerb, dass Volkswagen wieder zurück ist."

Wegen Zinserhöhungen, gebremster Kreditvergabe und erwarteten Benzinpreissteigerung von 25 Prozent innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre rechnet Vahland aber damit, dass sich der Markt abkühlen wird. Für das nächste Jahr geht Vahland von einem Wachstum von nur acht bis zehn Prozent aus. Ein Export steht nach seinen Worten nicht auf dem Programm, da in China noch nicht von einer internationalen Wettbewerbsfähigkeit gesprochen werden könne, sagte Vahland.

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