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VW-Werk in Russland

Produktion in Kaluga wird zurückgefahren

VW bekommt die Krise auf dem russischen Pkw-Markt zu spüren.

Die Ukraine-Krise und der Reallohnverlust schwächen die russische Wirtschaft, auch den Pkw-Markt. VW fährt daher die geplante Jahresproduktion im Werk Kaluga zurück. Seit Montag (8.9.2014) ruht die Fertigung zudem für zehn Tage.

08.09.2014 auto motor und sport

Seit mittlerweile fast zwei Jahren entwickelt sich der Pkw-Markt in Russland rückläufig. Das bekommen auch die deutschen Automarken zu spüren, die dort nach VDA-Angaben auf einen Marktanteil von rund 20 Prozent kommen. Wie die "Automobilwoche" unter Berufung auf eine Quelle berichtet, will VW nun reagieren und die Jahresproduktion kürzen. Statt der geplanten 150.000 sollen nur noch 120.000 Fahrzeuge im VW-Werk Kaluga entstehen. Einem Bericht der "Automobil Produktion" zufolge ist darüber hinaus ein zehntägiger Produktionsstopp ab dem 8. September geplant.

Deutsche Hersteller und Zulieferer reagieren auf Russland-Krise

VW ist nicht der einzige deutsche Autobauer, der in Russland mit einem spürbaren Absatzrückgang zu kämpfen hat. Während Volkswagen ein Minus von 14 Prozent von Januar bis Juli 2014 verzeichnete, musste die Marke Opel einen Einbruch der Verkäufe um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verkraften. Gegenüber der "Automobilwoche" sagte Opels Gruppen-Vertriebschef Peter Christian Küspert: "Die Lage in Russland ist zweifellos besorgniserregend. Der Markt ist in den vergangenen Monaten stark geschrumpft und die Ukraine-Krise schürt zusätzliche Unsicherheit."

Deutsche Automobilzulieferer beurteilen die Lage ähnlich heikel. Das sauerländische Unternehmen Kirchhoff hat dem Medienbericht zufolge Investitionspläne auf Eis gelegt, Benteler Automotive kündigte ebenfalls Reaktionen auf mögliche Sanktionen an. Damit spiegeln sie die mehrheitliche Meinung vieler Zulieferbetriebe wider. Experten halten mittlerweile auch einen russischen Importstopp von westlichen Fahrzeugen für möglich.

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