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VW-Werkseröffnung

580 Millionen Euro für Standort in Indien

Foto: dpa

Der Autobauer Volkswagen hat sein Werk in Indien als bislang größte deutsche Einzelinvestition auf dem Subkontinent eröffnet. Die Gesamtkosten für das Werk in Chakan nahe der westindischen Stadt Pune liegen bei 580 Millionen Euro.

31.03.2009

VW hält trotz der weltweiten Krise der Automobilindustrie am Absatzziel für Indien fest. Demnach will der Konzern seinen Marktanteil mit den Marken Volkswagen, Audi und Skoda von derzeit rund zwei Prozent binnen fünf Jahren auf acht bis zehn Prozent steigern. Indien ist nach China der weltweit am stärksten wachsende Automobilmarkt.

Indien hat Potenzial

Auch Indien spüre die Auswirkungen der Krise, sagte VW-Produktionsvorstand Jochem Heizmann am Dienstag (31.3.) bei der Eröffnung des Werks laut Redemanuskript. Das Wachstum des Automobilmarkts habe sich seit der zweiten Jahreshälfte 2008 verlangsamt. "Trotz der derzeitigen Krise sind wir fest davon überzeugt, dass der indische Automarkt enormes Potenzial hat", sagte Heizmann. "Alle Experten sagen starkes Wachstum voraus, von gegenwärtig 1,2 Millionen Fahrzeugen hin zu mehr als zwei Millionen in den nächsten fünf Jahren."

VW-Indien-Chef Jörg Müller betonte laut Redemanuskript: "Ich bin davon überzeugt, dass diese Einrichtung den Anfang einer neuen Ära für die Firma in Indien markiert." Von Mai an soll der Skoda Fabia vom Band laufen, vom kommenden Jahr an der speziell für Indien entwickelte VW Polo. Der Bau der Fabrik, die eine Kapazität von 10.000 Fahrzeugen im Jahr entwickeln soll, wurde neun Monate früher als geplant abgeschlossen und dauerte weniger als eineinhalb Jahre. Bis Ende 2010 will VW 2.500 Mitarbeiter in dem weltweit 61. Werk des Konzerns beschäftigen. Zahlreiche weitere Arbeitsplätze sollen bei Zulieferern in der Region entstehen.

Korruptionsaffäre im Vorfeld

An der Eröffnung des Werks nahmen der Gouverneur des Bundesstaats Maharashtra, S. C. Jamir, und der amtierende deutsche Botschafter Christian-Matthias Schlaga teil. VW-Konzernchef Martin Winterkorn sagte kurzfristig ab.

VW war nach jahrelangem Zögern auf den indischen Markt gekommen. Der Konzern hatte ursprünglich ein Werk im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh geplant, dessen Regierung als Gegenleistung zwei Millionen Euro an den ehemaligen Skoda-Personalvorstand Helmuth Schuster gezahlt haben soll. Im Zuge der Korruptionsaffäre, in der auch das indische Bundeskriminalamt CBI ermittelte, wurden die Planungen für das Werk in Andhra Pradesh eingestellt. Ende 2006 wurde dann die Absichtserklärung zwischen VW und der Regierung Maharashtras über den Bau der Fabrik in Chakan unterzeichnet.

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