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VW will in China Stahl einkaufen

Angesichts stark gestiegener Stahlpreise sucht Volkswagen beim Einkauf des Rohmaterials nach Alternativen. Um die Verhandlungsposition im Preispoker mit großen Stahlherstellern wie Arcelor und Thyssen-Krupp zu verbessern, will VW seinen Stahlbedarf fortan auch in China decken.

09.05.2005

Eine VW-Sprecherin bestätigte am Freitagabend (6.5.) einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Der für Beschaffung zuständige Konzernvorstand Franciso Javier Garcia Sanz, sagte der Zeitung: "Wir denken sehr ernsthaft darüber nach, Stahl aus China zu beziehen. Entsprechende Verhandlungen mit chinesischen Herstellern laufen bereits." Wie weit diese Verhandlungen sind, konnte die VW-Sprecherin nicht sagen.

Garcia Sanz will den Angaben zufolge zudem die VW-Einkaufsmacht für seine Lieferanten nutzen und verhandelt mit ihnen über ein "Stahlpooling". Demnach würde VW den insgesamt für die Automobilproduktion benötigten Stahl zentral einkaufen und anschließend einen großen Teil davon an seine Lieferanten weitergeben. Der Einkaufschef zeigte sich überzeugt, die höheren Stahlpreise auffangen zu können: "Wir werden die Belastungen aus der Stahlpreisentwicklung durch Kostenreduzierungsmaßnahmen überkompensieren."

Im Rahmen des konzernweiten Sparprogramms "ForMotion" will Garcia Sanz die Produktkosten in diesem Jahr um eine Milliarde Euro senken. Für 2006 hat er sich vorgenommen, nochmals einen dreistelligen Millionenbetrag einzusparen.

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