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VW-Zukunft

Offroader und weitere Spaßmodelle

Foto: Nextline 18 Bilder

VW will Emotionen wecken. Mit Spaßautos wie einem allradgetriebenen SUV auf Golf-Basis, einem neuen Cabrio sowie Sportversionen mit bis zu 250 PS. Als Überraschung für Spar- und Spaßbewusste kommt ein zweisitziger Fun-Roadster mit nur zwei Litern Verbrauch.

04.08.2004

Technisch und stilistisch emotionaler angehauchte Modelle sollen dem bislang soliden, aber biederen VW-Programm mehr Pep verleihen. Los geht´s schon im August mit dem allradgetriebenen Golf 4Motion inklusive elektronisch geregelter Haldex-Kupplung. Es gibt ihn zunächst nur als TDI (105 und 140 PS) mit serienmäßigem Sechsgang-Getriebe zu Preisen, die 1.500 Euro über denen des Fronttrieblers liegen. Im Herbst will VW noch eine FSI-Version des 4Motion nachschieben.

Golf-SUV kommt 2008

Doch diese 4x4-Variante ist nur das Vorgeplänkel für ein richtiges Sport Utility Vehicle (SUV) auf Golf-Basis, das spätestens 2008 kommen soll. Mit ihm will VW den Toyota RAV4 aufs Korn nehmen. Aufwendige Offroad-Technik ist dafür nicht nötig. Der 4Motion-Allradantrieb soll genügen. Auf ein Reduktionsgetriebe verzichtet VW. Der kleine Offroader, dessen Name noch nicht fest steht, wird ausschließlich mit Vierzylinder-, Fünfzylinder- und V6-Motoren bestückt.

Basis für den kompakten SUV ist der Golf Plus - eine Hochdach-Ausführung, die im Februar 2005 auf den Markt kommt und die sich durch eine um zehn Zentimeter höhere Karosserie von der klassischen Schrägheck-Limousine unterscheidet. Die SUV-Karosserie soll allerdings stilistisch Züge des großen Offroaders Touareg tragen, um maskuliner zu wirken als der Hochdach-Golf.

Dieser ist vom Basis-Golf durch die höhere Dachlinie und die ein Stückchen weiter nach vorne gerückte A-Säule zu unterscheiden. Im Innenraum thront der Fahrer höher, die Kopffreiheit ist reichlicher bemessen, und die Rücksitze lassen sich der Länge nach verschieben und umklappen. VW sieht den Golf Plus als Gegenstück zum Seat Altea und will gegenüber dem normalen Golf 1.000 Euro Aufpreis verlangen.

Der Variant kommt zurück

Die urprüngliche Absicht, durch Kreationen wie den Kompaktvan Touran, den Lieferwagen Caddy Life und den Golf Plus künftig auf einen Kombi verzichten zu können, musste nach Protesten der Kunden und der Händlerschaft revidieren. So soll nun Anfang 2006 doch wieder ein Golf Variant gebaut werden - nur auf den Bora Variant will VW künftig verzichten.

Der neue Bora, der nur noch in Mexiko produziert werden soll, debütiert Anfang 2005 auf der Los Angeles Autoshow. Nach Deutschland kommt der neue Stufenheck-Golf im Juni 2005.

Mehr Begehrlichkeiten wird zweifellos die Serienversion des neuen VW Cabrios wecken. Es trägt nicht mehr den Namen Golf, sondern bekommt eine neue Modellbezeichnung, feiert auf der IAA im Herbst 2005 Premiere und steht ab Januar 2006 bei den Händlern. Das Luft- und Laune-Modell rangiert als Viersitzer zwischen Golf und Passat, trägt aber innen und außen viele Designelemente der größeren Limousine. Das dreiteilige, elektrohydraulisch faltbare Hardtop stammt von Webasto.

Ein Hoffnungsträger für den bereits diesen Herbst einsetzenden Kampf gegen den 1er-BMW ist der Golf GTI, der ab Oktober in den Startlöchern steht: mit 200 PS starkem Zweiliter-FSI-Turbomotor, Sportsitzen, Niederquerschnittreifen und schwarz hinterlegtem Plakettengrill. Ein Spaß-Auto, aber kein Spar-Auto.

Kombiniertes Spar-/Spaßauto: der Fun-Roadster

Doch bei VW soll es ab 2007 sogar beides in Kombination geben. Die Serienversion des skurrilen, noch von Ferdinand Piëch entwickelten Einliter-Autos. Aber nicht als rasende Zigarre wie das erste Konzeptauto, sondern als eine lupenreine Fahrspaßmaschine mit vier weit außen angeordneten Rädern.

2,x-Liter-Auto: So schnell wie ein Boxster

Auch eine Konsequenz aus dem mehr oder weniger mißratenen Projekt Lupo 3L TDI. Schon im nächsten Jahr wird der Lupo vom Fox abgelöst und damit sind auch die Tage des Dreiliter-Autos gezählt. Ziel ist nun weder ein Einliter- noch ein Dreiliter-Auto: 2,x pro 100 Kilometer lautet die Devise und das alles andere als im Kriechtempo: "Es wird so schnell fahren wie ein Porsche Boxster," verspricht VW-Chef Bernd Pischetsrieder - und das bedeutet eine Beschleunigung von Null auf 100 km in weniger als sieben Sekunden.

Der erste Versuchsträger ist ein heckgetriebener Zweisitzer mit Einzelradaufhängung an doppelten Dreieckquerlenkern rundum. 3,40 Meter lang, 1,80 Meter breit und nur 1,20 Meter hoch - und das alles bei einem Gewicht von rund 600 Kilogramm - da braucht man keinen starken Motor mehr, um für überlegenen Vortrieb zu sorgen.

VW plant, sowohl den Dreizylinder-TDI aus dem Lupo zu adaptieren als auch einen aufgeladenen Beziner mit 100 PS im neuen Spar-Spaß-Modell einzusetzen. Geschaltet wird mit einem weiter entwickelten DSG-Getriebe.
Die Sitzkonfiguration ist noch nicht ganz festgelegt, favorisiert wird aber ein Zweisitzer mit nebeneinanander angeordneten Plätzen. Möglich wäre aber auch, die Plätze hintereinander zu arrangieren. Diese Version ist im Radstand einige Zentimeter länger und schlanker in der Silhouette.

Große VW-Titelstory in auto motor und sport Ausgabe 17

Lesen Sie mehr über die neuen Spaßautos von VW und die exakte Modellplanung bis 2008 in der Titelstory von auto motor und sport Heft 17, das ab Mittwoch (4.8.) im Handel ist.

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