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Was fährt Volvos Chef-Designer Thomas Ingenlath?

Ein VW Polo war mein unvernünftigster Kauf

Volvo-Designchef Thomas Ingenlath, Wer fährt was?, Interview Foto: Volvo 7 Bilder
Interview

Der Volvo-Chefdesigner erinnert sich an den Kadett B und seinen 73er Porsche 911. Doch viel lieber fährt er eigentlich Fahrrad und nutzt seine Muskelkraft.

07.05.2016
Womit sind Sie heute Morgen zur Arbeit gefahren?

Ingenlath: Heute tatsächlich mit meinem Dienstwagen, einem XC90. Da ich später noch auf Dienstreise gehe, habe ich Gepäck dabei. Ansonsten fahre ich mit dem Fahrrad. Ich empfinde es als großen Luxus, dass ich damit nur 30 Minuten von zu Hause zur Arbeit brauche. Sonst würde ich mich wohl kaum bewegen.

Mountainbike oder Rennrad?

Ingenlath: Beides, je nach Witterung. Ich nutze ein Hardtail-Mountainbike von Specialized und ein Cannondale-Rennrad. Dafür habe ich mir gerade extraleichte Eggbeater-Pedale gekauft, die wiegen nur 82 Gramm. Das ist aber wohl eher so ein Männerding, denn da ich kein Profi bin, wird mir die Gewichtsreduzierung am Fahrrad kaum etwas bringen.

Was war Ihr unvernünftigster Kauf?

Ingenlath: Ganz klar: mein erstes Auto. Das war ein VW Polo der ersten Generation, den ich für 500 Mark gekauft habe – und der schneller rostete, als ich schweißen konnte.

Den Verkauf welches Autos haben Sie am meisten bereut?

Ingenlath: Vermutlich müsste ich jetzt sagen, dass das der 73er Porsche 911 war. Ein gelber, gebaut kurz bevor das G-Modell erschien. Ich hatte ihn zehn Jahre und viel Spaß damit. Mal abgesehen davon, dass ich keine Garage hätte, zählen für mich nun andere Projekte: meine Familie und meine Arbeit.

Mit welchem Auto verbinden Sie ein besonderes Erlebnis?

Ingenlath: Mit dem Opel Kadett B. Er gehörte der Oma eines Freundes, wir fuhren viel damit herum. Nach dem Abitur ging es damit nach Jugoslawien. Auf schmieriger Fahrbahn kam uns das Auto abhanden und landete in der Leitplanke. Der Opel wurde ins nächste Dorf geschleppt, wo der örtliche Schmied die krumme Vorderachse als Totalschaden einstufte. Darauf schraubten wir schon die Nummernschilder ab, müssen dabei aber derart bedröppelt geguckt haben, dass der Schmied Mitleid bekam. Er befestigte eine Kette an der Achse, das andere Ende irgendwo in seiner Werkstatt. Dann legte er den Rückwärtsgang ein und fuhr dreimal abrupt an, bis die Achse wieder halbwegs gerade war. Dann stellte er die Spur Pi mal Daumen ein, und wir konnten mit dem Opel nach Hause. Er wurde fachmännisch repariert und fuhr noch ein paar Jahre.

Zur Person

Thomas Ingenlath wurde 1964 in Deutschland geboren. Bevor er zu Volvo kam und den Chef-Designer-Posten übernahm arbeitete er unter anderem für Audi, VW und Skoda.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft