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Bund präsentiert Wasserstoffstrategie

400 Tankstellen bis 2023

Wasserstofftankstelle Foto: Linde Group

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat am Dienstag (12.4.2016) beim H2 Mobility Kongress in Berlin seine neue Wasserstoffstrategie vorgestellt und eine enge Zusammenarbeit mit China in diesem Bereich vereinbart.

12.04.2016 Uli Baumann

Bundesverkehrsminister Dobrindt sieht in der Wasserstofftechnologie und der Brennstoffzelle eine Schlüsseltechnologie für die Elektromobilität. Entsprechend möchte der Bund hier unterstützend tätig werden.

Wasserstofftankstellennetz soll wachsen

Die jetzt in Berlin vorgestellte Wasserstoffstrategie umfasst drei Säulen. Um die Brennstoffzellentechnologie zur Serienreife weiterzuentwickeln, will der Bund bis zum Jahr 2018 161 Millionen Euro in Forschungs- und Entwicklungsprojekte investieren. Zudem soll mit einem Etat von 350 Millionen Euro das deutsche Wasserstofftankstellennetz auf 400 Anlagen ausgebaut werden. Derzeit sind es bundesweit knapp 20. Bereits im Oktober 2015 hatte ein Konsortium bestehend aus Linde, Air Liquide, Daimler, Shell, Total und OMV angekündigt bis 2023 ein Netz von 400 Wasserstofftankstellen aufzubauen. Auch die Investitionen in Forschung- und Entwicklung wurden bereits im Oktober 2015 angekündigt.

Mit einem speziellen Förderprogramm sollen zudem beispielsweise Sonderfahrzeuge in der Logistik, autarke Stromversorgung für kritische oder netzferne Infrastrukturen sowie Anlagen zur Erzeugung strombasierter Kraftstoffe gefördert werden. Details dazu werden aber noch erarbeitet.

Der Bund setzt bei seiner Strategie darauf, dass die Industrie parallel dazu Brennstoffzellenautos auf den Markt bringt. Zu haben sind bereits der Toyota Mirai sowie der Hyundai ix35, der derzeit auch in einem Carsharingmodell in München genutzt wird. Honda bietet auf verschiedenen Märkten den FCV an. Bei BMW und im VW-Konzern wird eifrig an der Brennstoffzelle gearbeitet. Bei Mercedes soll 2017 ein GLC mit Brennstoffzellenantrieb in Serie gehen. Derzeit sind in Deutschland rund 100 Wasserstoffmodelle zugelassen.

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