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Rechtsschutz

Welche Versicherung für wen?

Schaden Vandalismus Versicherung Foto: dpa 45 Bilder

Bei Unfällen, Ärger mit Bußgeldstellen oder nach dem Autokauf braucht man oft anwaltlichen Beistand. Die Rechtsschutzversicherung hält die Kosten in Grenzen.

01.11.2009 Brigitte Haschek

Infolge von Verkehrsdelikten und vor allem nach Unfäl­len kann es zu einem teuren Nachspiel vor Gericht kom­men. Nicht selten geht es da­bei um Streitwerte von 20.000 Euro, was unterm Strich Kosten von 5.000 Euro verursa­chen kann.

Verkehrsrechtsschutz gibt es im Paket

Rechtsschutzversi­cherte tragen dieses Risiko nicht. Ein Rechtsstreit geht auch dann nicht ins Geld, wenn der Betroffene am Ende nicht recht bekommen sollte. Die Versicherung übernimmt in der Regel alle anfallenden Ausgaben wie Anwaltsge­bühren und Gerichtskosten (hier geht es zum Versicherungs-Special). Sie zahlt auch unter Umstän­den erforderliche Sachverstän­digen-Gutachten, etwa um die Beweislage im Zwist um Geschwindigkeitsmessungen zu verbessern.

Finanzielle Hilfe gibt es zudem, wenn um Schmerzensgeld ge­stritten wird oder bei juristischen Auseinandersetzungen mit Werkstätten, Autohandel oder Leasingfirmen. Auch für die Verteidigung in Strafver­fahren gibt es Rechtsschutz - dieser wird allerdings in je­nen Fällen verwehrt, in denen die Straftat vorsätzlich be­gangen wurde. Lässt sich der Versicherte anwaltlich vertre­ten, weil er absichtlich über eine rote Ampel gefahren ist, greift der Rechtsschutz den­noch: Ampeldelikte sind keine Straftaten, sondern Ordnungs­widrigkeiten. Verkehrsrechtsschutz gibt es im Paket mit anderen Sparten wie etwa Miet- und Arbeits­rechtsschutz oder einzeln.

Die Rechtsschutzversicherung kann den Versicherten kündigen

Beim reinen Verkehrsrechts­schutz kann zwischen drei Va­rianten gewählt werden. Sie unterscheiden sich vor allem dadurch, wer und was von der Police abgedeckt ist und natür­lich auch über den Preis. Wer mit spitzem Stift kalkuliert, der fährt mit einer Selbstbeteili­gung am besten. Die anwalt­liche Beratung etwa wegen ei­ner Bußgeldsache nach einem Geschwindigkeitsdelikt geht dann zwar auf eigene Rech­nung, doch bei kleinerem Är­ger ist es ohnehin sinnvoll, die Sache ohne die Versicherung abzuwickeln. Wer nach deren Ansicht zu viele Schäden mel­det, riskiert den Rausschmiss und tut sich möglicherweise auch schwer, einen neuen Ver­sicherer zu finden. Manche Ge­sellschaften verzichten auf die Selbstbeteiligung, wenn sich das Problem nach der ersten Beratung erledigt hat.

Die Leistungen der Rechtsschutzversicherungen variieren stark

Andere bieten Schadenfreiheitsrabatt: Sie senken den Selbstbehalt oder verzichten darauf. Das Rundumsorglos-Paket für die Familie ist ab knapp 61 Euro pro Jahr zu haben. Der Einstiegspreis für Verkehrs­rechtsschutz für ein Fahrzeug liegt bei 39 Euro, und Fahrer­rechtsschutz kostet ab 29 Eu­ro (Hier geht es zum Betriebskostenrechner). Doch der Preis für die Po­lice ist eine Sache, die damit verknüpften Bedingungen eine andere. So versichern manche Anbieter die Fahrt ins Ausland nur, wenn es sich um eine Urlaubsreise handelt. Andere wiederum sind großzügiger und schließen auch dienstliche Auslandsreisen mit ein. Vor der Wahl des Rechts­schutz-Anbieters ist wichtig: Wer einen Wagen gekauft oder geleast hat und nun Ärger we­gen Mängeln oder Fallstricken in den Klauseln befürchtet, hat bei vielen Versicherungen nur dann sofortigen Schutz, wenn es sich um einen Neuwagen handelt.

Versicherungen bieten oftmals auch telefonische Beratung an

Andere Gesellschaften grätschen dagegen auch beim Gebrauchtwagenkauf ohne Wartezeit ein. Sofern das Auto vor Abschluss der Police ge­kauft wurde, drücken sich man­che Gesellschaften um die Kos­tenübernahme. Und zwar in jenen Fällen, in denen erst spä­ter Schwachstellen am Fahr­zeug zutage treten und ein Streit mit dem Autohaus auszu­fechten ist. Als Argument dient, der Mangel habe bereits beim Kauf bestanden. Für andere Ge­sellschaften ist nicht der Zeit­punkt von Kauf oder Leasing ausschlaggebend, sondern wann das Problem auftritt. Bei fast allen Versicherungen können Kunden mittlerweile telefonisch Rat einholen.

Den Gang zum Anwalt kann dies meist nicht ersetzen, weil die Probleme häufig zu vielschichtig sind, um am Telefon abge­handelt zu werden. Der Versicherungsnehmer hat das Recht, einen Anwalt seines Vertrauens und der eigenen Wahl zu beauftragen.

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