Mazda BT-50 Pickup vorgestellt: Komplett neuer Look für den Mazda-Pickup

Mazda BT-50 2011 Sidney

Mazda hat auf der Sydney Motorshow den neuen Pickup BT-50 vorgestellt. Die von den Fans bereits sehnsüchtig erwartete Neuauflage gibt sich deutlich Lifestyle-orientierter als der Vorgänger. Seine Nutzfahrzeugqualitäten sollen aber erhalten geblieben sein.

Seit fast einem Jahr kursierten im Internet erste Erlkönig-Bilder von Mazda BT-50 und Ford Ranger und wurden heftig diskutiert. Nicht ohne Grund, denn das neue Gemeinschaftswerk von Mazda/Ford wird im kommenden Jahr erstmals auch in den USA angeboten und dort den bisherigen US-Ranger ersetzen. Das Gemeinschaftswerk feiert am 15. Oktober in Sydney auf der Australian International Motor Show Premiere.

Mazda BT-50 2011 wird erheblich dynamischer

Vorbei ist es mit dem braven Kastendesign des Vorgängers. Der neue Mazda BT-50 ist extrem dynamisch gezeichnet, bekommt eine spitz zulaufende Front mit rund nach unten gezogenem Kühlergrill. Die Scheinwerfer ziehen sich weit in die Motorhaube hinein, auch die Rückleuchten wandern um die Karosserie-Ecken herum. Die Front wird flacher und sportlicher, weniger steil aufragend. Die Kabine wird ebenfalls dynamischer und mit asymetrischer C-Säule modern gestaltet.

Mazda BT-50 wächst in die Breite

Klar erkennbar ist beispielsweise, dass der neue Mazda BT-50 deutlich breiter wird. Grund dafür ist eine Abkehr von der bislang besonders für den japanischen Markt verfolgten geringen Breite. Der neue Mazda BT-50 dürfte nach unseren Einschätzungen in der Spurweite um mindestens 100 Millimeter breiter ausfallen und damit zur Konkurrenz aufschließen - wichtig nicht nur für eine kräftigere Optik, sondern vor allem für das Fahrverhalten - exakte Daten zu den Abmessungen hat Mazda noch nicht veröffentlicht.

Der BT-50 bekommt weiterhin einen zuschaltbaren Allradantrieb mit Untersetzung, neu dagegen ist eine optionale Hinterachssperre und eine elektronische Bergabfahrkontrolle – damit ist auch Mazda auf der Höhe der Zeit.

Auch das Fahrwerk haben wir bereits erspäht. Vorne bekommt der Mazda BT-50 eine Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern, die für zeitgemäßen Fahrkomfort sorgen wird. An der hinteren Starrachse sind weiterhin Halbelliptik-Blattfedern montiert, schließlich wird der neue Mazda BT-50 in großen Teilen der Welt auch weiterhin vornehmlich als Lastesel dienen müssen.

Entwicklung des Mazda BT-50 in Australien

Die Präsentation in Australien kommt nicht von ungefähr. Erstens zählt der dortige Pickup-Markt als härtester der Welt - wer im grenzenlosen Outback durchhält, hat es geschafft. Und zweitens wurden weite Teile des neuen Projekts in Down-Under entwickelt. Bereits 2006 hatte Ford Australia die interne Ausschreibung für die Neuentwicklung des als Weltauto konzipierten Ford Ranger, Codename T6, gewonnen. Der wird erstmals auch in den USA angeboten und dort das bisherige, technisch deutlich unterschiedliche US-Modell des Ranger ersetzen.

Der Ford Ranger kommt nämlich in 2011 ebenfalls neu. Und die US-Kundschaft, traditionell erheblich Pickup-affiner als die Europäer, wacht mit besonderen Argus-Augen auf die Entwicklung und Erprobung der neuen Modelle. Daher wissen wir inzwischen auch bereits einiges über die künftigen Motoren. Länder mit Benzin-Versionen (zu denen Europa wohl auch künftig nicht zählen wird) erhalten im Zuge des "Downsizing" einen Zweiliter-Vierzylinder aus der EcoBoost-Baureihe, der auch jüngst mit 240 PS im 2011er-Modell des Ford Explorer Premiere feierte.

Zwei Ford-Dieselmotoren für den Gemeinschafts-Pickup

Als Diesel-Weltmotor kommt künftig wohl der 2,2-Liter-Duratorq-Diesel sowohl für Mazda als auch für Ford zum Einsatz, der auch im Transit erhältlich ist (und als 2,4-Liter den Land Rover Defender antreibt). Mit 150 PS und 350 Newtonmeter passt er perfekt in das Pickup-Raster. Erste Prototypen wurden außerdem bereits mit dem 3,2-Liter-Duratorq-Diesel gesichtet, auch der aus dem Transporter Transit bekannt. Damit dürfte es für Ford bei der Strategie bleiben, in Deutschland zwei Motorisierungen für den Ranger anzubieten. Der 3,2-Liter leistet mehr als 200 PS und bringt es auf 470 Newtonmeter.

Gebaut werden Mazda BT-50 und Ford Ranger auch künftig im Werk AutoAlliance Thailand (AAT) in Rayong. Erst vor kurzem hatten die beiden Unternehmen bekannt gegeben, die Produktionslinie für rund 350 Millionen US-Dollar zum Wechsel auf das neue Modell modernisiert zu haben.

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Torsten Seibt

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