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Wendelin Wiedeking

Porsche weist Ablösungsgerüchte zurück

Foto: dpa 48 Bilder

Der Sportwagenbauer Porsche hat einen "Spiegel"-Bericht über eine angeblich bald bevorstehende Ablösung von Konzernlenker Wendelin Wiedeking und Finanzchef Holger Härter zurückgewiesen.

27.04.2009

Das Nachrichtenmagazin schreibt in seiner neuen Ausgabe, "in großen Teilen" der Porsche-Eigentümerfamilien Porsche und Piëch sei das Urteil über die beiden Manager gefällt und sie müssten in einigen Monaten gehen. "Diese rufschädigenden Spekulationen weisen wir entschieden zurück", sagte ein Porsche-Sprecher am Samstag (25.4.).

Porsche habe sich bei VW übernommen

Der "Spiegel" schreibt weiter, Wiedeking und Härter würden schwerwiegende Fehler bei der Übernahme von VW durch Porsche vorgeworfen. Vor allem gehe es dabei darum, dass sich Porsche mit Milliardenkrediten für den Erwerb von VW-Anteilen übernommen habe. Mitglieder des Porsche-Piëch-Clans seien unter anderem verärgert gewesen, dass sie für eine Kredit-Verlängerung auch Anteile an dem von ihnen gehaltenen größten europäischen Autohandelsunternehmen mit Sitz in Salzburg hätten verpfänden müssen.

"Den Vorwurf der schwerwiegenden Fehler weisen wir zurück", betonte der Porsche-Sprecher. "Wir weisen auch darauf hin, dass Porsche weiterhin grundsolide finanziert ist." Laut Medienberichten muss Porsche in wenigen Monaten eine neue Finanzierung für auslaufende Kredite von 3,3 Milliarden Euro sicherstellen. In der Finanzkrise sei dies auch für den lange erfolgsverwöhnten Sportwagenhersteller schwieriger geworden.

Kritische Aufstockung auf 50 Prozent

Zu der auch vom "Spiegel" erwähnten Überlegung, Porsche könnte die Sportwagenproduktion an VW abtreten, um die aktuelle Verschuldung von rund zehn Milliarden Euro zu drücken, sagte der Firmensprecher: "Wir halten das für sehr unrealistisch." Zur Zeit geisterten viele theoretische Möglichkeiten durchs Land. In den vergangenen Tagen war diese Variante in mehreren Medienberichten als mögliche Lösung genannt worden.

Nach "Spiegel"-Darstellung brachte vor allem die Entscheidung zum Jahreswechsel, noch acht Prozent der VW-Aktien dazuzukaufen, Porsche in Probleme. Eine Bank habe Porsche das Aktienpaket angeboten. Der Sportwagenbauer hielt zu dem Zeitpunkt gut 42 Prozent der VW-Anteile und stockte mit dem Kauf auf über 50 Prozent auf. Allerdings habe sich Porsche dafür mit weiteren sechs Milliarden Euro verschulden müssen. Das ging zwar im Rahmen einer nur teilweise genutzten Kreditlinie - doch sie lief im März aus und musste verlängert werden. Die Gespräche mit den Banken über eine neue Finanzierung hätten sich dann deutlich schwieriger gestaltet als von Härter in Aussicht gestellt, schreibt der "Spiegel".

Zu einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus", der Emir von Katar habe Interesse an einem Einstieg bei Porsche, wollte sich das Unternehmen nicht äußern.

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