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Autoabsatz

Premiumhersteller weiter mit Absatzrückgang

Foto: Achim Hartmann 10 Bilder

Die deutschen Premiumhersteller Audi, BMW und Daimler haben auch im Mai mit rückläufigen Verkäufen zu kämpfen. Lediglich auf dem Heimatmarkt fielen die Verluste moderat aus. Glänzen konnte hier vor allem Daimler, mit einem Plus von zwölf Prozent.

08.06.2009

Bei BMW gingen die Verkäufe im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um über 18 Prozent auf gut 109.000 Autos zurück. Stärker als bei der Kernmarke sank die Nachfrage bei der britischen Tochter Mini: Hier betrugen die Einbußen gar über 19 Prozent auf 18.300 Stück. Von der Kernmarke BMW wurden 90.600 Wagen verkauft. Nach den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres liegt BMW nun insgesamt mit 487.900 verkauften Fahrzeugen gut 21 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Vergleichsweise moderat fiel im Mai der Rückgang auf dem Heimatmarkt Deutschland aus. Hier gab der Absatz nur um sieben Prozent auf gut 27.000 Einheiten nach. Nach wie vor schlecht lief das Geschäft auf dem für die Münchener traditionell wichtigen US-Markt. Dort verbuchten die Bayern im Mai einen Absatzeinbruch von rund 28 Prozent auf knapp 23.000 Fahrzeuge. Auch bei Daimler waren die USA im Mai die schwierigste Region. Dort gingen die Verkäufe um über ein Drittel auf 16.300 Einheiten zurück.

Daimler: Wachstum in Deutschland und China

Glänzen konnten die Schwaben dagegen auf dem Heimatmarkt. In Deutschland stieg der Absatz um über zwölf Prozent auf 28.800 Wagen. Dazu trug vor allem ein Absatzsprung um 54 Prozent beim Kleinwagen A-Klasse bei. Aber auch die etwas größere B-Klasse sowie der Stadtflitzer Smart Fortwo und die neue E-Klasse wurden in Deutschland wieder mehr nachgefragt.

Hervorragend lief das Geschäft - wenngleich auf deutlich niedrigerem Niveau - im Mai in China. Dort legte der Absatz der Pkw-Sparte des Konzerns um über zwei Drittel auf 5500 Einheiten zu. Insgesamt sanken die Verkäufe der Marken Mercedes-Benz, AMG, Smart und Maybach im Mai um 12 Prozent auf 97 300 Autos. Seit Jahresbeginn schrumpfte der Absatz damit um mehr als ein Fünftel auf 433.100 Stück.    

Audi mit geringstem Absatzrückgang

Im Wettbewerbsvergleich am glimpflichsten kam im Mai erneut Audi durch das Absatztal. Die Volkswagen-Tochter verlor sechs Prozent der Verkäufe und konnte 82.800 Fahrzeuge absetzen. Zudem habe man der Konkurrenz auf den Märkten in Westeuropa und den USA Marktanteile abjagen können, hieß es von Unternehmensseite. Auf einigen westeuropäischen Märkten drehte der Audi-Absatz ins Plus: In Italien stiegen die Verkäufe beispielsweise um sieben Prozent auf 5.145 Autos. Auch in Belgien, Österreich und der Schweiz gab es Zuwächse.    

Als Wachstumsregion bestätigte sich auch bei der Marke mit den vier Ringen der asiatisch-pazifische Raum. Dort wurden im Mai mit 15.650 Wagen 24 Prozent mehr Fahrzeuge abgesetzt als ein Jahr zuvor. In China wurde nach Unternehmensangaben der dritte Rekordmonat in Folge erzielt. Weltweit gut gelaufen seien die Volumenmodelle Audi A3 und Audi A4 sowie der Audi A5, sagte der Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer. Zudem habe der neue kleinere Geländewagen Audi Q5 das Interesse der Kunden geweckt. Nach fünf Monaten hat Audi nun mit 374.750 Exemplaren zwölf Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als ein Jahr zuvor.

Schwache Jahresbilanz erwartet

Für das Gesamtjahr stellen sich alle drei Hersteller auf rückläufige Absatz-, Umsatz- und Ergebniszahlen ein. Offen ist dabei nur, wie stark die Werte im Vergleich zum Vorjahr nach unten abweichen. Bei Audi liegt die Schätzung bei minus zehn Prozent auf rund 900.000 Autos. BMW und Daimler sehen bei den Personenwagen einen Marktrückgang von zehn bis 20 Prozent und wollen ihre Marktanteile zumindest verteidigen.    

Wegen des rapiden Einbruchs zum Ende des vergangenen Jahres dürften zumindest der prozentuale Vergleich in der zweiten Jahreshälfte nicht mehr ganz so gravierend ausfallen. Daimler-Chef Dieter Zetsche hofft gar noch auf eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte. Dagegen rechnet sein Kollege Norbert Reithofer von BMW erst im nächsten Jahr mit einer Erholung. Ab dann wollen die Münchener auch wieder mit neuen Generationen ihrer Volumenbaureihen angreifen. Ein Grund, warum die Ingolstädter derzeit im Vergleich die Nase vorn haben, ist ihre junge Modellpalette. Bei Daimler ruhen die Hoffnungen in diesem Jahr fast ausschließlich auf der neuen E-Klasse.

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