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Werksangehörige

Weniger Steuern auf Werks-Jahreswagen

Foto: Daimler 10 Bilder

Beschäftigte von Auto-Konzernen müssen beim Kauf von sogenannten Jahreswagen künftig weniger Steuern zahlen. Das Bundesfinanzministerium hat die Besteuerung neu geregelt und damit auch eine Vorgabe aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt.

21.12.2009

Das geht aus einem Schreiben hervor, aus dem am Freitag (18.12.) auch "stern.de" berichtete. Danach sollen bei der Besteuerung von Personalrabatten in der Automobilbranche ungerechtfertigte Belastungen vermieden und diese auf ein "realitätsgerechtes Maß" gebracht werden.
 

Maßgeblich ist künftig der Marktwert

Vor den jüngsten Korrekturen hatte auch der Bundesfinanzhofes (BFH) die restriktive Besteuerung von Rabatten für Beschäftigte von Auto-Konzernen gekippt. Nach dem Urteil der Finanzrichter darf der Fiskus nicht mehr die Differenz zwischen Listen- und Mitarbeiterpreis besteuern. Nur die Differenz zu dem im allgemeinen Geschäftsverkehr üblichen Preis sei ein steuerpflichtiger geldwerter Vorteil.
 
Arbeitnehmer bei einem Autohersteller kommen häufig in den Genuss von Preisnachlässen, die ihnen ihr Arbeitgeber bei dem Kauf eines Jahreswagens aus der Produktion anbietet. Personalrabatte, die Autohersteller oder -händler Beschäftigten beim Pkw-Erwerb gewähren, sind grundsätzlich geldwerte Vorteile und werden vom Fiskus als steuerpflichtiges Arbeitseinkommen behandelt. Inzwischen gibt es aber auch im normalen Handel Abschläge vom Listenpreis. Das Geschäft der Autobranche mit Mitarbeitern ist seit Jahren stark rückläufig, weil Beschäftige das Auto bei anderen Händlern oft billiger bekommen.
 
Jetzt berechnen die Finanzbehörden den geldwerten Vorteil nicht mehr anhand fiktiver Verrechnungspreise. Künftig dient der Marktpreis als Berechnungsgrundlage, der durch Händlerrabatte meistens unter dem offiziellen Listenpreis liegt. So fällt der geldwerte Vorteil teils mehrere Tausend Euro geringer aus.

Der geldwerte Vorteil sinkt, damit auch die Steuer
 
Bei der Ermittlung des geldwerten Vorteils werden künftig laut Finanzministerium 80 Prozent der durchschnittlich tatsächlich gewährten Nachlässe berücksichtigt statt bisher 50 Prozent nur der Händlerrabatte. Damit sinkt der geldwerte Vorteil und so auch die Steuerlast. Anders als bisher fließen neben Bar-Rabatten Nachlässe in anderer Form mit ein wie die Zugabe von Zubehör, kostenlose Inspektionen oder Rabatte aus Inzahlungnahme von Gebrauchtwagen. Voraussetzung sei aber, dass diese "indirekten Rabatte" nachvollziehbar dokumentiert sind. Der gesetzliche Bewertungsabschlag von vier Prozent und der Rabatt-Freibetrag von 1.080 Euro seien zusätzlich zu berücksichtigen.

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