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Wester

Fiat plant weltweites Billigauto ab 2010

Foto: Reinhard Schmid

Fiat bereitet den Bau eines Billigautos für das Jahr 2010 vor und wird zusätzlich bereits Ende 2009 einen Kleinstwagen unterhalb des Fiat 500 präsentieren. Das kündigte Fiat-Entwicklungschef Harald Wester im Gespräch mit auto motor und sport an.

09.04.2008

"Wir arbeiten an einem Low Cost-Konzept in unserem Entwicklungs-Zentrum in Brasilien. Aber wir machen keine Billig-Autos, sondern u.a. auch besonders kostengünstige Fahrzeuge. Das Auto wird daher einen globalen Ansatz haben. Wir wollen als europäischer Hersteller modernster Technik auch mit zeitgemäßen Modellen in die Wachstumsmärkte gehen."

Panda als Basis

Basis des neuen Billigautos werde der Fiat-Kleinwagen Panda. "Wir entwickeln ein Basiskonzept in der Dimension leicht oberhalb des heutigen Pandas. Das Auto wird bei den Emissionen mindestens den Euro 4-Standard erfüllen. Und wir wollen es weltweit in unterschiedlichen Wachstumsmärkten verkaufen."

Bereits in zwei Jahren könnte das Fahrzeug auf den Markt kommen. "Markstart wird frühestens 2010 sein. Besonders wichtig - neben der Erschließung neuer Märkte wie Indien oder Russland - ist für uns die Stärkung unserer Position in Südamerika." Wahrscheinlich ist, dass Fiat das Billigauto unter einer neuen Marke präsentiert. "Intern stellen wir uns die Frage, ob wir mit einem solchen Modell nicht das positive Fiat-Image konterkarieren würden, das wir uns in den vergangenen Jahren aufgebaut haben. Wir diskutieren deshalb, ob wir für das Modell eine eigene Marke kreieren sollen." Die Produktion soll weltweit auf die Wachstumsmärkte verteilt werden. "Es macht aus Kostengründen keinen Sinn, Autos von Südamerika nach Indien zu exportieren.

Als weitere Produktionsstandorte kommen neben Südamerika auch Russland, China und Indien in Frage." Optimistisch ist Wester bei den Absatzchancen. "Pro Standort müssen wir mindestens mit 100.000 Einheiten rechnen, damit sich eine lokale Fertigung rechnet." Bestätigt hat Wester, dass Fiat unterhalb des Fiat 500 auch einen Kleinstwagen für entwickelte Märkte bauen will.

Zusätzlicher "Topolino" kommt Ende 2009

"Das Auto, das unter dem Namen Topolino durch die Presse geistert, wird Ende 2009 oder Anfang 2010 auf den Markt kommen und noch mal deutlich kompakter als der Fiat 500 sein, und trotzdem ein vollwertiges Auto. Wir reden hier nicht von einem Zwei-Sitzer mit Notsitzen." Der Topolino wird mit einem Zweizylindermotor ausgestattet, der laut Wester "ab Ende 2009 Kernstück in den kleinen Segmenten werden" wird. Zum Absatz sagte Wester: "Alles unter 100.000 wäre kein Erfolg."

Gebaut werden soll der Kleinwagen im Fiat-Werk im polnischen Tichy. Aufstocken will Fiat die Produktionskapazitäten für den 500. "Wir erweitern die Produktion sukzessive und sollten in diesem Jahr in der Lage sein, fast 200.000 Einheiten zu liefern. Damit können wir sicherstellen, dass die Lieferzeiten von derzeit bis zu vier Monaten reduziert werden." Wahrscheinlich ist der Marktstart des 500 in den USA.

Wester: "Ja, wir prüfen entsprechende Pläne, würden aber eine ganze 500 Modellfamilie anbieten wollen." Produziert würden die Modelle in Übersee. "Wir werden den 500 sicher nicht aus Europa in die USA exportieren. Eine Produktion für den US-Markt wäre aber auch in einem unserer Werke in Südamerika oder einem neuen Werk in der Region denkbar."

Weitere Themen in auto motor und sport, Heft 9/2008, ab dem 10.4. im Handel:

  • Mercedes-Neuheiten: CLK Shooting Brake, C-Klasse Cabrio
  • Opel Insignia: Letzte Testfahrten in Schweden
  • Vorstellung: Audi R8 V12 TDI
  • Doppeltest BMW 525d gegen Jaguar XF 2.7 D
  • Extra: Geländewagen

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