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Western Australia Safari-Rallye

Die Jagd durchs Outback

Erstmals kämpfen sich die Starter der Safari-Rallye durch West-Australien. In 24 Etappen geht es volle 2700 Kilometer durch die karge Landschaft der Victoria-Wüste von Kalgoorlie über Sandstone, Meekatharra, Mount Magnet und Geraldton bis nach Perth.

30.03.2009 Powered by

Es ist, als wollte man Landminen bei geschlossenen Augen mit dem großen Zeh aufspüren.„ Steve Riley ist total erschöpft. Den richtigen Weg durch das westliche Outback Australiens zu finden, entpuppt sich selbst für alte Hasen wie ihn als eine echte Herausforderung. “Die meiste Zeit weichen wir immer nur irgendwelchen Baumgruppen aus. Es ist richtig hart.„ Und nicht immer gelingt der Slalom – schon am zweiten von sieben Tagen Wettkampf erwischt Riley mit seinem Auto bei hoher Geschwindigkeit einen Baum. Die Karosserie des Pajero zerbeult, die Windschutzscheibe zerplatzt – aber der Wagen fährt noch. Riley bleibt auch nach dem Crash Spitzenreiter, führt das Feld der 21. Australian Safari weiterhin an. Allerdings sind ihm jetzt viele andere dicht auf den Fersen. Der mehrfache Safari-Gewinner John Hederics zum Beispiel. Er stand mit seinem orangefarbenen Holden Colorado schon im vorigen Jahr ganz oben auf dem Treppchen. “Bis jetzt läuft das Auto großartig. Doch bei so einer Rallye kann dich eines von 1000 kleinen Teilen im unpassendsten Moment im Stich lassen – und letztlich den Sieg kosten.„ Ebenso auf heißen Sohlen unterwegs sind Bruce Garland und Harry Suzuki. Sie nutzen die extremen Wettkampfbedingungen als Vorbereitung auf die Dakar in Südamerika. Dort wollen sie mit ihrem selbst aufgebauten Isuzu D-Max gegen VW und Mitsubishi um die Krone des Wüstenkönigs kämpfen. Die Ausläufer der großen Victoria-Wüste in Westaustralien sind das ideale Terrain für die Belastungsprobe – heiß, trocken und richtig schroff. So geht es in 24 Etappen volle 2700 Kilometer durch die karge Landschaft – von Kalgoorlie über Sandstone, Meekatharra, Mount Magnet und Geraldton bis nach Perth. Die Safari-Rallye dauert nur eine Woche. Wertungsprüfungen über mehr als 400 Kilometer sind an der Tagesordnung. Auch für die vielen Quad- und Motorradfahrer. Sie jagen exakt über die gleichen Strecken wie die Wüstenfüchse in ihren Autos, müssen dabei aber noch jede Menge Staub schlucken. Von Anfang an in Führung bei den Quads ist der Südafrikaner Vicus Vandeventer. Bis zur 19. Etappe kann er sich unglaubliche 90 Minuten vom Zweitplatzierten John Maragozidis absetzen. Doch dann passiert’s: Mitten in der 19. Etappe stürzt Vandeventer schwer, bricht sich das Bein, zerschrottet seine Yamaha Raptor und muss das Rennen aufgeben. So fährt am Ende der Südaustralier John Maragozidis auf seiner Polaris Outlaw IRS den Sieg in der Quad-Wertung ein. Bei den Autos gewinnen die überlegenen Steve Riley und John Doble vor Safari-Veteran Des Harrington und Sue McCready im Nissan Patrol. Dritte werden Bruce Garland und Harry Suzuki mit ihrem blau-weiß-roten Isuzu D-Max. “Die ersten Etappen waren für uns echt frustrierend„, erklärt Garland. “Doch zum Schluss konnten wir richtig was gutmachen. Wir sind das beste Dieselfahrzeug im Feld.„ Ein hervorragendes Ergebnis für den ersten Wettkampfeinsatz. Die Dakar wird zeigen, zu welchen Leistungen die beiden noch imstande sind.

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