Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Widder-Sehen

Chrysler bringt Dodge zu uns

Foto: Stehrenberger / Hersteller 3 Bilder

Chrysler gibt Gas. Dodge, die Marke mit dem Widderkopf im Wappen, kommt 2006 nach Europa. Insgesamt 25 neue Modelle der amerikanischen Daimler-Dependance sind bis Ende 2006 unter den Labels Chrysler, Jeep und Dodge zu erwarten.

14.01.2005

Nicht alle Träume werden wahr: Der V12-Supersportwagen Chrysler ME Four-Twelve geht ebenso wenig in Serie wie der auf Smart-Technik basierende Dodge Slingshot oder der kompakte Dodge M 80 Pickup. "Diese Projekte“, sagt Chrysler-Chef Dieter Zetsche, "rechnen einfach nicht.“

Doch dafür kommen nicht minder attraktive andere Autos. "Bis Ende 2006“, verspricht Zetsche, "legen wir 25 Neuheiten auf - davon mehr als die Hälfte im Personenwagenbereich, aber auch acht neue Jeep“.

Im Mittelpunkt der Modell-Offensive steht das fürs erste Halbjahr 2006 angekündigte Europa-Debüt von Dodge, der Marke mit dem Widder im Wappen (Slogan: Grab life by the horns - Pack das Leben an den Hörnern). Wie Chevrolet bei GM soll Dodge das preisgünstige Einstiegslabel verkörpern und dazu beitragen, den Chrysler-Marktanteil in Europa bis 2007 auf rund eineinhalb Prozent zu verdoppeln.

Dodge-Automobile sollen erschwinglich, sportlich, leistungs- und stilistisch ausdrucksstark sein und sich vor allem an junge männliche Käufer von Importwagen wenden. Folgendes Produkt-Portfolio ist angedacht: Die Viper als Roadster und Coupé, ein Kompakt-SUV mit M80 Concept-Car-Stilelementen auf Basis des Jeep Cherokee (Debüt als Studie auf der Chicago Autoshow im Februar), eine viertürige Schrägheck-Limousine namens Caliber, die den Neon ersetzt und als Show-Car auf dem Genfer Salon im März gezeigt wird sowie eine viertürige Sportlimousine im Sebring-Format. Die beiden Limousinen sind wahlweise mit Front- oder Allradantrieb lieferbar und basieren auf einer neuen, zusammen mit Mitsubishi entwickelten Plattform. Auch der für 2007 geplante neue PT Cruiser, der unter Beibehaltung des Retro-Looks zeitgemäßer und in mehr Karosserievarianten (auch als Coupé und Lieferwagen) kommen soll, wird darauf basieren.

Neue Benzinmotoren aus der Allianz mit Hyundai und Mitsubishi

Als Antriebsquelle dient allen der von Hyundai für Mitsubishi und Chrysler mit entwickelte und produzierte Weltmotor der sogenannten Theta-Generation – ein Vierventil-Vierzylinder mit Hubräumen von 1,6, 2,0 und 2,4-Litern sowie Leistungsstufen von 140 PS (169 Nm Drehmoment), 150 PS (190 Nm) und 170 PS (224 Nm). Die Dieselmotoren auf Chrysler-Seite steuert allerdings Mercedes bei.

Ab 2007 sollen noch weitere Dodge-Modelle aufgelegt werden: ein viersitzes Cabrio ist ebenso denkbar wie ein sportlicher Kompakter auf Basis Mitsubishi Colt/Smart Forfour.

"Badge-Engineering zwischen Chrysler und Dodge wird es allerdings nicht mehr geben“, verspricht Vertriebschef Thomas Hausch. Aber unterschiedliche Karosserien auf vereinheitlichter Technik. So entsteht auf dem Unterbau des Chrysler 300 C eine sportlich gezeichnete Dodge-Limousine namens Charger (hatte bei der Detroit Auto Show Premiere), die jedoch nicht nach Europa kommen wird.

Außerdem würde Chrysler in Form der ebenfalls auf der Detroit Auto Show präsentierten Coupé-Studie Firepower gern einen zweiten Sportwagen unterhalb des Viper bringen - mit stilistischen Anklängen an Aston Martin und Ferrari eleganter und mit einem 6,1 Liter großen 425 PS-V8 auch zahmer als der V10-Bolide.

Jeep soll neues Terrain erobern

Weil im Geländewagensegment der Jeep-Marktanteil trotz steigender Verkaufszahlen um die Hälfte eingebrochen ist, macht Chrysler auf diesem Sektor Druck wie nie. Denn die Zahl der Wettbewerber hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt und wird bis 2007 nochmal um 50 Prozent steigen.

In der Pipeline sind ein Pickup-Jeep mit Doppelkabine nach Muster der Gladiator-Studie (Detroit Auto-Show), der Jeep Comander auf Basis des Grand Cherokee, aber mit eigenständig gestylter, längerer und höherer Karosserie, die auf drei Reihen sieben Sitzplätze bereit hält (Verkaufsstart Herbst 2005), ein völlig neuer, aber im Stil der traditionellen Linie folgender Wrangler mit kurzem (Zweitürer) und langem Radstand (Viertürer) sowie ein Einstiegsmodell nach Art des früheren Eagle – auf Personenwagen-Plattform mit Front- und optionalem Allradantrieb in zwei unterschiedlichen Karosserievarianten für die USA (Modellbezeichnung Patriot) und Europa (Compass). Beide rangieren im Segment eines Mitsubishi Outlander oder Subaru Forester, aber auch im Revier des gleichzeitig (2007) kommenden SUV auf VW Golf-Basis.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden