Wiesmann GT: Reifezeugnis

Klassisches Design kombiniert mit modernster Technik. Bereits 2003 feierte der Wiesmann GT als Prototyp auf der IAA Premiere, jetzt hat der sportliche Zweisitzer die nötige Serienreife erreicht und will mit seinem potenten V8 gegen die etablierte Konkurrenz antreten.

Auch wenn sich der GT optisch stark an den Roadster aus gleichem Hause anlehnt, ist er technisch doch weit von diesem entfernt. Basis für das neue Modell ist der Wiesmann Renn-GT, der als Versuchsträger bereits während des 24 Stunden-Rennens auf dem Nürburgring im Jahre 2004 getestet wurde.

Distanz zum Roadster mit Sechszylindermotoren auf der Antriebsseite schafft ein 367 PS starker 4,8 Liter-V8 von BMW, der ein maximales Drehmoment von 490 Nm bereitstellt und den GT in 4,6 Sekunden von Null auf 100 km/h und auf eine Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h beschleunigt. Da dieser mehr Platz beansprucht, mussten sich alle Dimensionen des Wiesmann GT daran orientieren. So legte der GT im Vergleich zum Roadster in der Höhe um drei Zentimeter zu, die Breite wuchs um elf, die Länge um 37 Zentimeter. Dem höheren Kraftstoffverbrauch des großvolumigen Motors - der GT soll im Schnitt 11,7 Liter auf 100 Kilometer konsumieren - wurde durch einen um zehn Liter auf 70 Liter vergrößertes Tankvolumen Rechnung getragen.

Luxuriöse Ausstattung, keine Airbags

Unter der Karosse aus glasfaser-verstärktem Verbundwerkstoff findet sich ein Aluminium-Monocoque, das seinen Teil dazu beiträgt, dass der GT mit 1.250 Kilogramm nur 70 Kilogramm schwerer als der Roadster ausfällt. Weitere Features des GT sind Xenon-Hauptscheinwerfer, LED-Rückleuchten sowie ein manuelles Sechsgang-Getriebe - ab Oktober soll alternativ auch ein SMG-Getriebe lieferbar sein.

Luxuriös präsentiert sich der Innenraum des GT: komplett in Leder ausgeschlagen, finden sich alle Bedienelemente und Anzeigen auf der Mittelkonsole und der Armaturenbrettmitte konzentriert. Insgesamt sieben Rundinstrumente versorgen die Passagiere mit allen nötigen Infos. Weitere Ausstattungsmerkmale sind elektrische Fensterheber, ein Navigationsradio und eine Klimaanlage. Auf Airbags müssen die Kunden allerdings noch verzichten, die lebensrettenden Luftsäcke sollen erst im Laufe des nächsten Jahres in die Serienausstattung mit aufgenommen werden.

Preise ab 107.000 Euro

Fahrwerksseitig setzt der GT auf Scheibenbremsen der Dimension 348x30 Millimeter vorn und 345x24 Millimeter hinten, ABS, eine elektronische Stabilitätskontrolle und 18 Zoll große Leichtmetallfelgen mit Pneus der Größe 225/50 vorn und hinten. Optional sind auch 20 Zoll große Felgen mit Reifen der Größe 245/35 vorn und 275/30 hinten zu haben.

Keine Wahlmöglichkeiten gibt es beim Kofferraumvolumen, das bescheidene 250 Liter beträgt. Doch wer wenigstens 107.000 Euro für den GT ausgibt, muss sich in der Regel keine Gedanken übder das Reisegepäck machen.

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uba

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