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Willy Weber unter Anklage

Foto: dpa

Gegen Willi Weber, Manager des Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher, ist Anklage wegen Anstiftung zur Falschaussage erhoben worden.

30.09.2004

Nach Angaben der Stuttgarter Staatsanwaltschaft vom Donnerstag (30.9.) soll der Prozess vor dem Amtsgericht Stuttgart stattfinden. Der 62-jährige Weber soll den ehemaligen Tourenwagen-Manager Udo Wagenhäuser für eine falsche Zeugenaussage bezahlt haben. Hintergrund war ein Streit zwischen Weber und dem Motorsportjournalisten Burkhard Nuppeney. Beide betreuten 1988 junge Rennfahrer: Weber kümmerte sich um Michael Schumacher, Nuppeney hatte das Motorsporttalent Frank Schmickler unter Vertrag.

Die beiden Manager hatten vereinbart, die Einkünfte aus ihren Vermarktungsverträgen mit den jungen Piloten zu teilen, um so ihre Risiken zu vermindern. Da Schmickler erfolglos blieb, berief sich Nuppeney auf den Vertrag mit Weber und verklagte diesen 1997 in einem Zivilprozess auf ihm zustehende Vermarktungsanteile am siebenfachen Formel-1-Weltmeister Schumacher in Höhe von fünf Millionen Euro.

Das Oberlandesgericht Stuttgart (OLG) entschied 1999 allerdings in zweiter Instanz zugunsten von Weber mit der Begründung, der Vermarktungsvertrag zwischen ihm und Nuppeney sei bereits 1990 in einem Gespräch einvernehmlich beendet worden. Das OLG stützte sich dabei auf die Aussage von Ex-Manager Wagenhäuser, der das Vertragsende bestätigt hatte.

Für diese Aussage wurde Wagenhäuser im Juni vom Amtsgericht Stuttgart zu einer einjährigen Bewährungsstrafe wegen uneidlicher Falschaussage verurteilt. Gegen dieses Urteil haben sowohl Wagenhäuser als auch die Staatsanwaltschaft Stuttgart Berufung eingelegt.

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