Bereits im Serientrimm zählt der Porsche 911 GT2 mit seinen 530 Pferdestärken zur Elite in Sachen Fahrdynamik. Wimmer Rennsporttechnik legt nun noch eine Schippe nach und kitzelt 827 PS aus dem 3,6-Liter-Triebwerk.
Der Wimmer Porsche GT2 Speed sprintet in 20,2 Sekunden auf 300 km/h
In der deutschen Klingen-Metropole Solingen wetzt Wimmer die Messer und rückt einem schwäbischen Sportsmann zwecks Leistungsoptimierung gehörig zu Leibe. Auf dem Operationstisch hat sich kein Geringerer eingefunden als der Porsche GT2, um Potenz-steigernde Maßnahmen über sich ergehen zu lassen. Die Eingriffe, die ihn erwarten, sind tiefgreifend.
So ersetzt Wimmer die beiden Abgas-Turbolader des Porsche GT2 durch zwei modifizierte Exemplare, die den Luftdurchsatz in den Brennkammern deutlich erhöhen sollen. Darüber hinaus nimmt sich die Mannschaft aus Solingen Motorblock, Kolben, Pleuel, Einspritzdüsen und Drosselklappen zur Brust, verpasst dem Boxertriebwerk Sportnockenwellen, eine geänderte Ansaugung sowie neue Ladeluftkühler. Die neue Motorsoftware sowie eine Sportauspuffanlage nebst Fächerkrümmer und Sportkats runden das Leistungstuning ab.
Das Power-Doping soll sich nach Aussage der verantwortlichen Chirurgen bereits kurz nach der OP in Form von deutlich gesteigerter Leistungsfähigkeit bemerkbar machen. Gegenüber dem Serienmodell soll der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 nun um drei Zehntel schneller vonstatten gehen (3,4 statt 3,7 Sekunden). Nur 8,5 Sekunden sollen vergehen, bis die Tachonadel begleitet von lautem Zischen der beiden Lader die 200er Marke durchbricht. Und die Hatz darf weitergehen, so dass der Wimmer Porsche GT2 Speed die magische 300 km/h-Schallmauer nach 20,2 Sekunden durchbrechen soll. Je nach Übersetzung verspricht Wimmer eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 378 km/h.
Der Wimmer Porsche GT2 Speed kostet 281.000 Euro
Neben dem Eingriff am offenen Herzen lässt die Solinger Truppe auch dem Blechkleid des 911 GT2 dezente Schönheits-Korrekturen zuteil werden. Hierzu zählen Karbonspiegel, eine Karbon-Heckspoilerlippe sowie 20-Zoll große Sportec-Felgen, die an der Vorderachse mit 235er und an der Antriebsachse mit 325er Reifen bestückt sind. Sportfedern runden das Paket ab, für das inklusive Umbau 281.000 Euo fällig werden - knapp 100.000 Euro mehr als für das 530 PS starke Serienmodell.
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