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Winter Trial 2009

Wintersport Richtung Osten

Foto: Mike Johnson 62 Bilder

Exakt 99 Rallye-Klassiker kämpfen sich seit Sonntag quer durch Deutschland, Tschechien und Slowenien von einer Sonderprüfung zur nächsten und werden am Freitag ab 13 Uhr im Ziel am Schloßhotel Fuschl in Österreich erwartet.

29.01.2009 Powered by

Auch der Winter Trial folgt der Tradition der guten alten Rallye Monte-Carlo - weil es aber in den Seealpen immer weniger Schnee gibt, hat Organisator Bart Rietbergen schließlich die Rallyerichtung geändert und schickt die Teilnehmer seit 2006 nicht mehr in den Süden, sondern gen Osten. Eine schlaue Entscheidung, denn seither können sich die Teams über Schnee- und Eismangel beileibe nicht beklagen.

Härteste Winter-Trial aller Zeiten startet auf der Schwarzwaldhochstraße

In diesem Jahr gab es die ersten vereisten Passagen bereits nach wenigen Kilometern ab dem Start von der traumhaft gelegenen Bühlerhöhe mitten im Schwarzwald; für diesmal aber flog zumindest noch niemand ab. "Versucht, auf der Straße zu bleiben", hatte Rietbergen bei der Fahrerbesprechung noch gesagt, "und wenn ihr euch entscheidet, die Straße zu verlassen, dann macht es dort, wo die Fotografen stehen - damit am Ende alle was davon haben." Anschließend kündigte der diabolisch grinsende Niederländer, von den Fahrern spätestens ab dem zweiten Tag nurmehr Bad Bart genannt, mit Blick auf die Wettervorhersage und die Angaben des 48-Stunden-Vorauswagens, den "härtesten Winter Trial aller Zeiten an."

Tatsächlich mussten am zweiten Tag gleich nach dem Restart in Bad Wörishofen erstmals Schneeketten aufgezogen werden, und im weiteren Verlauf auf dem Weg nach Passau rutschte zunächst eine Heckflosse rechts in den Garben und verschwand bis zur Dachkante, daraufhin drehte sich ein MGB und ein Mercedes /8 landete direkt dahinter links im Graben. Ein Ford Escort versuchte das Chaos durch einen beherzten Abstecher durchs Feld zu umfahren, fraß sich fest und musste von einem BMW 02 herausgezogen werden. Alles ganz normal beim Winter Trial.

Ohne Schneeketten geht’s nicht

Richtig heftig wurde es dann in Tschechien, wo ganze Prüfungen wegen Unpassierbarkeit abgesagt werden mussten. Die Nachtetappe mit Zeitvorgaben, an denen auch ein Sebastian Loeb verzweifelt wäre, wirbelte das Klassement der 99 Teams erwartungsgemäß heftig durcheinander, und für die weiteren Etappen zeichnen sich vier Favoriten ab: Le Mans- und Targa Florio-Sieger Gijs van Lennep im Porsche 356, der mehrfache WT-Sieger Frank Fennell im Volvo 142, der ebenfalls mehrfache Champion Harm Lamberigts im Ford Escort und die eiserne englische Rallye-Lady Jayne Wignall im Alfa Giulia Sprint.

Die heutige Nachtetappe irgendwo im verschneiten Nirgendwo Sloweniens soll die Entscheidung bringen. Am Freitag werden die ersten Teilnehmer ab 13 Uhr im Schloßhotel Fuschl am Fuschlsee erwartet - mit Blasen an den Fingern vom dauernden Schneeketten-Aufziehen, mit der einen oder anderen Schramme im Lack und mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

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