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Winterkorn

Halten an unseren Zielen fest

Foto: dpa 26 Bilder

Der VW-Konzern ist nach Aussage von VW-Chef Martin Winterkorn in der aktuellen Absatzkrise gut gerüstet und hält nicht nur an seinen Zielen fest, 2008 Absatz, Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr zu steigern, sondern will 2009 seinen Marktanteil weiter erhöhen.

19.11.2008

"Als Mehrmarkenkonzern sind wir ganz offensichtlich viel besser für die schwierige Situation gerüstet als andere Hersteller", sagte Winterkorn dem Magazin auto motor und sport. "Wir haben uns bislang mit einer modernen und qualitativ hochwertigen Fahrzeugpalette gut geschlagen und bieten schon heute mehr als 100 verbrauchsarme Modelle an, die gut in die Zeit passen. Daher gilt ganz klar: Wir halten an unseren Zielen für 2008 fest." Auf die Frage, ob dies für alle drei Ziele - mehr Absatz, Umsatz und Gewinn - gelte, sagte Winterkorn: "Ja, dazu stehen wir."

Im nächsten Jahr werde auch VW unter den schrumpfenden Märkten leiden, dennoch seinen Marktanteil steigern, so Winterkorn. "Für 2009 war die Prognose für den Gesamtmarkt bei 60 Millionen Autos, die neuesten Zahlen gehen runter bis 52 Millionen. Unser Konzern kann sich davon trotz passender Produktpalette und seiner Spitzenposition in vielen Wachstumsmärkten nicht abkoppeln. Aber ich bin sicher: Wir werden auf jeden Fall besser als der Wettbewerb abschneiden und weiter Marktanteile gewinnen."

Um die Märkte zu stabilisieren, unterstützt Winterkorn das Maßnahmenpaket der Bundesregierung, macht sich aber zusätzlich für eine Abwrackprämie stark. "Was wir jetzt brauchen, sind Maßnahmen, die schnell greifen. Das Paket ist positiv, wenn auch eine zweijährige Steuerbefreiung mit rund zwei Mal 200 Euro eher ein psychologischer Anreiz für den Autokauf und keine echte Finanzierungshilfe ist", so Winterkorn. "Eine Verschrottungsprämie wäre eine überlegenswerte Maßnahme, denn sie würde nicht nur alte Autos durch neue ersetzen. Allein der Ersatz aller Pkw älter als Baujahr 1999 würde in Deutschland 11,2 Millionen Tonnen CO2 einsparen und den Flottenverbrauch im Inland um rund 20 Gramm senken."

Zudem fordert Winterkorn eine rasche Entscheidung zur Umstellung der Kfz-Steuer nach CO2-Ausstoß. In der jetzigen Situation brauche der Markt von der Politik "schnelle, klare, einfache und für den Bürger nachvollziehbare Regelungen, die alle Politikfolgen in die Überlegungen einbeziehen und nicht einseitig an einer einzigen Stellschraube drehen", so Winterkorn. "Dazu gehört, dass die CO2-basierte Kfz-Besteuerung schnell kommt. Und dass Brüssel die geplanten Strafzahlungen kippt. Die Autoindustrie entwickelt mit Hochdruck an allen technischen Fronten, der Entwicklungsaufwand steigt. Alleine der Volkswagen-Konzern wird in diesem Jahr fünf Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren."

VW Up nicht aus Tschechien

Probleme sieht Winterkorn derzeit für die Marke Skoda aufgrund der starken tschechischen Krone. Als erste Folge der Währungsentwicklung kündigt Winterkorn an, dass der Cityflitzer Up nicht in Tschechien bei Skoda gebaut wird. "Bei Skoda ist die Währungsentwicklung, der Kurs der tschechischen Krone, eine echte Belastung. Dies macht insbesondere Investitionen unkalkulierbar", erklärt Winterkorn. Zwar stehe der Konzern weiterhin zur Marke und zum Standort. Aber: "Für unsere New Small Family gilt: Sie geht nicht nach Tschechien, sondern wahrscheinlich an einen anderen mitteleuropäischen Standort."

Vom Up und seinen Ablegern in anderen Konzernmarken erhofft sich Winterkorn einen erheblichen Wachstumsschub und rechnet mit einem Absatz von "500.000 Autos mit drei, vielleicht vier Marken". Zunächst werde der Kleinwagen als Dreizylinder angeboten, nachgedacht werde jedoch auch über einen Vierzylinder-Antrieb. Beim Verbrauch soll der Up Maßstäbe setzen. "Zwischen zwei und drei Liter kann man schon erwarten."

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