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Winterreifen sinnvoll auch ohne Pflicht

Wann Sie Winterreifen wirklich brauchen

Winterreifen-Special Foto: Dino Eisele 12 Bilder

Nicht nur bei Schnee und Eis, auch bei Nässe bieten Winterreifen verbesserte Hafteigenschaften. Hier lesen Sie, worauf Sie achten müssen.

10.10.2016

Welchen Grund gibt es, sich jedes Jahr – beim scheinbar völlig unerwarteten Wintereinbruch – in die lange Schlange vor der Reifenwerkstatt einzureihen? Oder sein Auto erst dann hochzubocken, wenn man sich das erste Mal mit Angstschweiß auf der Stirn auf Sommerschluffen über schneeglatte Straßen gemogelt hat? Gar keinen! Auch wenn der Gesetzgeber erst bei glatten Straßen Winterreifen vorschreibt, haben Sommerreifen von O bis O (Oktober bis Ostern) Winterpause. Warum auch „gute Sommerreifen“ hier nutzlos und wie komplex und teils gegensätzlich die Anforderungen an Winterreifen sind, zeigen wir in unserem „Fit durch den Winter“-Special. Apropos Gesetzgeber: Dessen Ansichten sind bekanntlich in jedem Land etwas anders, folglich gibt es auch unterschiedliche Vorschriften bei der Winterreifenpflicht.

Was gilt als Winterreifen?

Landläufig gelten Reifen mit dem M+S-Logo als Winterreifen. Diese Bezeichnung ist jedoch nicht geschützt und findet sich mitunter auch auf Importreifen mit untauglichem Sommerprofil. Rein rechtlich mag man damit auf der sicheren Seite sein, über die Winterfahrtauglichkeit und -sicherheit sagt das Logo jedoch herzlich wenig aus. Allein das „Schneeflocken-Symbol“ garantiert eine durch vergleichende Tests ermittelte Mindesthaftung bei Eis und Schnee.

EU-Label für Winterreifen?

Natürlich findet man den bekannten grünen Aufkleber auch an Winterreifen. Aussagen über deren Wintereignung gibt es darauf allerdings nicht. Reifen werden hier lediglich nach drei verschiedenen und überwiegend sommerrelevanten Kriterien klassifiziert: dem Abrollgeräusch (außen), dem Rollwiderstand und der Nasshaftung. Seitenführung, Fahrstabilität oder gar Haftung auf Schnee? Fehlanzeige. Als einziges sicherheitsrelevantes Kriterium wird die Nasshaftung mit Buchstaben von A bis G bewertet (D und G sind nicht belegt) und durch Fahrtests in einem Temperaturbereich zwischen +2° C und +20° C ermittelt. Ein Reifen der Klasse A sollte ein Auto bei ABS-geregelter Vollbremsung aus 80 km/h satte 18 m früher zum Stillstand bringen als ein Klasse-F-Reifen. Allerdings nehmen die Reifenhersteller diese Einstufungen selbst vor, behördliche Kontrollen gibt es nicht. Klarheit im Blick auf die echten Wintereigenschaften liefern dagegen die Reifentests von auto motor und sport.

Reifentest von auto motor und sport

Hier gibt es Infos, welche Reifen zum aktuellen Zeitpunkt die besten sind und mit welchem Auto sie harmonieren. Wann müssen gebrauchte Winterreifen ausgetauscht werden? Grundsätzlich sollte das Gummi nicht wesentlich älter als fünf Jahre sein und das Profil nicht weniger als 4 mm tief. Zwar sind in Deutschland gesetzlich 1,6 mm Mindestprofiltiefe vorgeschrieben, von guten Wintereigenschaften ist ein derart abgenutzter Pneu aber meilenweit entfernt. Müssen nur zwei Reifen ersetzt werden? Kein Problem. Das ist erlaubt, die besseren dann aber bitte an der Hinterachse montieren und für gleichmäßigeren Verschleiß in Zukunft öfter mal von hinten nach vorne tauschen. Und welche Reifengröße darf es sein? Die richtige findet sich im Fahrzeugschein oder im den Fahrzeugdokumenten beiliegenden COC-Papier. Im Zweifel gibt die Autowerkstatt die richtigen Tipps – auch zu alternativen, vielleicht breiteren Rad-Reifen-Kombinationen.

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