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World Mobility Forum 2009

Jürgen Hubbert zieht Bilanz

World Mobility Forum 2009 Foto: Reinhard Schmid 14 Bilder

Das 7. World Mobility Forum der Motor Presse Stuttgart war das richtige Forum mit den richtigen Themen zur richtigen Zeiten am besten Platz.

28.01.2009

"123 Jahre nach der Erfindung des Automobils in Stuttgart stehen wir vor einer Revolution in der Autoindustrie. Praktisch alles steht auf dem Prüfstand, von der Antriebstechnik über das Design bis zum Marketing und dem Vertrieb von Autos." Mit diesen Worten begann der frühere Daimler-Vorstand Professor Jürgen Hubbert seine Sicht auf das WMF 2009 - dem Forum der Motor Presse Stuttgart, das vor allem die Zukunft der Mobilität, und damit auch der Automobilindustrie, in den Mittelpunkt stellte.

Viele Zukunfts-Fragen

"Es ist klar geworden: Es gibt verschiedenste Konzepte und es ist nicht klar, wie der Antrieb der Zukunft aussieht", zog Hubbert Bilanz. "Gas, Biokraftstoffe, Wasserstoff, Hybridvarianten. Aber welcher Hybrid? Voll-Hybrid, Mild- oder Parallel-Hybrid? Reine Elektroautos? Mit welchen Antrieben? Gehört die Zukunft dem Radnabenmotor? Das sind Fragen, die die Industrie stellen und entscheiden muss."

Diese extremen Anforderungen und Zukunftsfragen an die Industrie, die sie finanziell und gemessen an den Kapazitäten stark belastet, genau zum Zeitpunkt einer Krise, werden auch nach Hubberts Einschätzung zu einer Selektion und Konzentrationswelle in der Autoindustrie führen, so wie sie Daimler-Chef Dieter Zetsche am Mittag (28.1.) in seiner Keynote angekündigt hatte.

Das Elektroauto kommt nicht schon morgen

Um die Herausforderungen zu meistern, brauche die Autoindustrie "verlässliche Rahmenbedingungen" und Kooperationen. "Jeder Hersteller hat seinen Kooperationspartner. Und es ist gut, dass viele verschiedene Ingenieure an dem Problem der Batterietechnik arbeiten und eine Lösung finden werden."

Allerdings rechnet Hubbert nach der Diskussion auf dem Forum damit, dass schon allein wegen der hohen Batteriekosten traditionelle Verbrennungsmotoren noch lange Zeit von zentraler Bedeutung für die Emission im Straßenverkehr sein werden.

"20, 30, ja 50 Jahre noch werden Benzin- und Dieselmotoren eine dominierende Rolle spielen." Hubbert forderte die heutigen Manager der Autoindustrie auf, diese Wahrheit den Kunden mitzuteilen und nicht den Eindruck zu erwecken, das Elektroauto komme schon morgen.

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