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WTCC-Team Seat 2009

Spanischer Löwe in der Tourenwagen-WM

Das Seat-Team Foto: Seat 8 Bilder

Seat will 2009 seine beiden WM-Titel verteidigen. Die Gegner reduzieren die Seat-Erfolgsserie auf die Wucht des Dieselmotors. Die Spanier sehen das völlig anders. Die Erfolge sind das Produkt perfekter Teamarbeit.

14.09.2009 Marcus Schurig Powered by

Seat-Sportchef Jaime Puig kann es nicht mehr hören: „Die Leute tun ja gerade so, als würden wir mit dem Einsatz des Dieselmotors in der WM einen Regelverstoß begehen. Aber das ist völliger Humbug. Die Dieseltechnik ist seit Einführung der WM im Jahr 2005 per Reglement erlaubt.“

Die WM-Konkurrenten führen die Seat-Erfolge ganz maßgeblich auf den Zweiliter-Common-Rail-Dieselmotor zurück. Das Triebwerk des Seat León verfügt im Vergleich zu den Zweiliter- Saugmotoren der Konkurrenz mit 280 PS über eine fast identische Spitzenleistung. Doch dank Turboaufladung ist das Drehmoment doppelt so hoch wie bei den frei atmenden Saugmotoren von BMW und Chevrolet.
 
„Der Drehmomentvorteil der Seat wirkt doppelt“, erklärt Schnitzer-BMW-Teammanager Charly Lamm. „Auf eine Runde im Zeittraining sind die Seat bei der Spitzenleistung oft überlegen. Und zweitens können sie dank der besseren Beschleunigung ihre Position im Rennen optimal verteidigen.“ Beim spanischen Titelverteidiger sieht man die Lage anders. „Bei diesen Diskussionen wird oft übersehen, dass der Dieselmotor samt Ladeluftkühlung sowie verstärktem Getriebe die Gewichtsbalance verschlechtert“, erklärt Jaime Puig. „Deshalb haben wir gegen Rennende immer einen Nachteil beim Reifenverschleiß.“ Gut 50 Kilogramm lasten nun konzeptbedingt zusätzlich auf den Vorderrädern der León TDI.
 
Erfolg als Produkt perfekter Teamarbeit
 
Jaime Puig hat noch ein Argument gegen die angebliche Überlegenheit des Dieselmotors: „Die FIA gleicht die Performance der Autos auf Basis einer komplexen Berechnung der schnellsten Rennrunden und Qualifyingzeiten mittels Gewicht gegeneinander aus. Und nach dieser Aufstellung war BMW bei vier von acht WM-Läufen der Saison 2009 das schnellste Auto im Feld.“ Puig glaubt, dass die Doppelführung in der Fahrerwertung vielmehr das Produkt perfekter Teamarbeit sei. „Unsere Gegner verschenken oft Punkte durch eine falsche Strategie.“ Dass dieses Argument einen wahren Kern hat, belegt BMW selber: Erst seit 2009 werden die drei getrennten Einsatzteams besser koordiniert, es wird auch häufi ger durch Stallregie eingegriffen. Und nur deshalb liegt BMW-Werkspilot Augusto Farfus noch in Schlagdistanz zu Seat-Star Yvan Muller.

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