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Zeitgenossen

Uhren & Rennsport

Foto: ams 15 Bilder

Komplizierte mechanische Uhren und rasante Automobile gelten als Männerspielzeuge schlechthin. Kein Wunder, dass beide Branchen kooperieren.

20.03.2006

Wie in allen stabilen Verbindungen sind auch bei der Liaison zwischenAutomobil- und Uhrenindustrie Vernunft und Leidenschaft exaktausbalanciert. Einerseits eint Autoliebhaber wie Automanager einheftiges Faible für komplizierte mechanische Armbanduhren, andererseits können beide Branchen vom jeweils anderen Image profitieren: Tourbillon und Turbo, Complication und High Tech, Zeit und Speed ergänzen einander perfekt.

Aston Martin hat sich auch deshalb die Richemont-Tochter und Manufaktur Jaeger-LeCoultre angelacht, TAG-Heuer vom anderen Luxus-Konzern LVMH kooperiert seit ewigen Zeiten mit McLaren. Bentley und Breitling bilden auch über die Le Mans-Rennen hinaus ein Team, Audemars Piguet stelltdie auffällige Millenary-Kollektion mit elliptischem Gehäuse in den Dienst von Maserati, und Oris weitet die Sponsorbeziehung zumWillams-Team mit einer eigenständigen F1-Kollektion weiter aus: Orisziert den Frontspoiler der Williams FW-28 ebenso wie die Handgelenkeder Piloten, nach Mark Webber ist sogar ein F1-Chronograph benannt.

Ferrari wechselt zu Panerai

Ferrari wechselt nach längerer Zusammenarbeit mit der Schweizer Manufaktur Girard-Perregaux den Zeitnehmer: Am 16. März wurde in Maranello offiziell bestätigt, dass "Ferrari engineered by Panerai“ die ersten Modelle der neuen gemeinsamen Uhrenkollektion auf dem Genfer Uhrensalon Anfang April präsentieren wird. Um die Kooperationen mit glaubwürdiger Dichte zu stabilisieren, vertiefen die Uhrenhersteller ihre Anleihen bei den Autos.

Während es bei Officine Panerai und Ferrari S.p.A. genügt, die gemeinsamen kulturellen Ursprünge zu betonen, konzentriert Jaeger-LeCoultre das Design der AM-Kollektion auf Charakteristika der Marke Aston Martin: Zifferblatt, satinierte Gehäuse, Farben undQualität der Lederarmbänder orientieren sich an spezifischen Autos wiedem DB9, V8 Vantage oder bereits der zukünftigen Limousine Rapide. Auch Breitling, als solventer Teamsponsor ins erfolgreiche Le Mans-Projekt involviert, setzt bei den eigenen Produkten Bentley-Spezifika um: Die Gehäuse der Breitling-for-Bentley-Serie sind noch eine Nummer größerals die ohnehin schon stattliche Navitimer, das Design der Lünette orientiert sich an diversen Bedienknöpfen, auf den Gehäuse-Böden sind Bentley-Motive graviert. Sogar Audemars Piguet, eine distinguierte Manufaktur aus dem Schweizer Vallée de Joux, steigt als Hauptsponsordes Trofeo Maserati-Cups ins Renngeschäft ein.

Einzelstück: Vintage Tourbillon für Jean Todt

Nach der Dual Time Millenary Maserati, einer Uhr mit zweiter Zeitzone, Anzeige von Datum, Gangreserve und Tag/Nacht, kommt bald das Modell MC12 auf dem Markt, um den Sieg in der FIA-GT-Meisterschaft zu feiern.

TAG-Heuer hatte - zunächst für Ferrari - in den siebziger Jahren die moderne Zeitnahme in der Formel 1 erfunden. Wie immer sah sich Enzo Ferrari außerstande, für diesen Service zu bezahlen. Als Kompensation wanderten Heuer-Aufkleber auf die Schnauzen der 312 F1-Modelle, und alle Ferrari-Werksfahrer mussten sich in La Chaux-de-Fonds persönlich ihre goldenen Chronographen abholen. Später wurde Heuer vom TAG Firmenimperium des McLaren-Mitbesitzers Mansour Ojjeh übernommen und damit Sponsor der entsprechenden Formel 1-Aktivitäten.

TAG-Heuer glänzt heute mit der Neuauflage von Retro-Uhren wie Carrera, Monza, Autavia und Steve McQueens Monaco sowie extravaganten Neuentwicklungen für den Mercedes SLR McLaren. Neben dem Rennsport an sich pflegt TAG-Heuer deren Helden: Das Modell S/el avancierte zur Lieblingsuhr von Ayrton Senna, heute darf  Kimi Räikkönen zwischen den Modellen Kirium und TAG Heuer Formula 1 wählen, während Juan Pablo Montoya eher die klassischen Chronographen repräsentiert. Auch die Ferrari-Stützen Jean Todt und Michael Schumacher pflegen individuelle Werte. Schumacher wird von Omega gesponsert und verleiht seinen Weltmeister-Uhren der Speedmaster-Serie doppelten Sinn. Todt bekam von Girard-Perregaux-Chef Luigi Macaluso ein handgefertigtes Einzelstück: eine Vintage Tourbillon, Zifferblatt in Ferrari-Rot mit dem Cavallino-Rampante-Wappen.
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