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Sportwagenbauer Zenos ist Pleite

AC Cars übernimmt

Zenos E10 R, Vorstellung Foto: Zenos 23 Bilder

Der Zenos E10 R klang nach einem vielversprechenden Tracktool. Dann ging der Sportwagenbauer pleite. Jetzt übernimmt AC Cars.

24.03.2017 Roman Domes Powered by

Seit Mitte Januar ruhten bei Zenos die Verkäufe und man suchte einen potenten Investor, denn vom Produkt sein man bei Zenos immer noch überzeugt. Jetzt scheint man diese gefunden zu haben. Wie Autocar berichtet, hat ein von AC Cars geführtes Konsortium jetzt alle Rechte, alle Produktionswerkzeuge und 10 fertige Fahrzeuge übernommen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Die Produktionsanlage in Norfolk sollen zwar erhalten bleiben, ob dort aber wieder Autos gefertigt werden ist noch nicht entschieden. Eventuell werden die Zenos-Modelle künftig parallel zu den Cobras von AC Cars in Südafrika gefertigt.

Rückblick auf das Produkt. Das klassische „British Sportscar“ sieht heute anders aus als noch in den 70er- und 80er-Jahren. Nicht wie ein Lotus Elan, die S-Serie von TVR oder ein Jensen-Healey, nein. Das „British Sportscar“ hat sich weiterentwickelt, zum Rennstrecken-Spielzeug, wenn man so will. Neuestes Beispiel: der Zenos E10R.

Zenos E10 R mit 500 PS – pro Tonne

Zenos, das ist uns bereits ein Begriff. 2014 brachten die Engländer unter Leitung des Ex-Caterham-Chefs Ansar Ali den E10 auf den Markt. Ein alienartiges Gebilde aus Carbon und Aluminium, offen wie alle Caterhams und mit Saugmotor 200 PS stark. Eine Einsteigerversion quasi. Die S-Version des E10 bekam eine Turboaufladung spendiert und leistete damit 250 PS.

Zenos E10 R, Vorstellung, Tracktool Foto: Zenos
Auspuff mal anders: Zwei übereinander liegende Endrohre beim E10 R.

Für das Jahr 2016 haben sich die Engländer etwas ausgedacht, das wir schon von diversen anderen Sportwagen-Fabrikanten kennen: mehr Leistung bei weniger Gewicht. Lotus macht es bei der Elise und dem Evora ähnlich.

Der Zenos E10 R leistet 355 PS, die er ausschließlich an die Hinterachse weiterleitet. Diese Kraft schöpft er aus einem 2,3-Liter-Vierzylinder-Mittelmotor mit Turboaufladung von Ford. Klingt vertraut? Kein Wunder, denn der EcoBoost-Motor verrichtet seinen Dienst auch im Mustang sowie im kommenden Focus RS.

Motor aus dem Ford Focus RS

Die Gänge werden auch bei der E10-R-Version mit einer Sechsgang-Handschaltung gewechselt. Das Getriebe wird nach dem Transaxle-Prinzip gebaut. Es sitzt an der Hinterachse und bietet so eine bessere, weil nicht so frontlastige Gewichtsverteilung.

So weit, so unspektakulär. Doch der E10 R rückt mit seinem Leergewicht von lediglich 700 Kilogramm und dem daraus resultierenden Leistungsgewicht von rund 500 PS pro Tonne in eine Klasse mit dem Bugatti Veyron (520 PS / Tonne). Das maximale Drehmoment beträgt 475 Nm bei 4.000/min.

Damit soll der E10 R von 0 auf 60 mph (96 km/h) in nur 3,0 Sekunden beschleunigen. Maximal 250 km/h sind möglich. Klingt erst einmal nach nicht besonders viel, doch 250 km/h dürften selbst mit der optionalen Windschutzscheibe dann doch schnell genug sein.

Für den Haupteinsatzzweck des Zenos, die Rennstrecke, ist sowieso mehr gefragt, als nur Längsdynamik. Obwohl: Auch da will Zenos mit verstärkten Bremsen für eine adäquate Verzögerung gesorgt haben.

Zenos E10 R mit Doppelquerlenkern

Querdynamisch sollte der E10 R auch überzeugen. Damit das gelingt, verbauen die Engländer eine Fahrwerkskonstruktion mit Doppelquerlenkern an beiden Achsen. Verstellbare Bilstein-Stoßdämpfer und Eibach-Federn gehören ebenfalls zum Serienumfang.

Damit der Zenos E10 R die Leistung auch auf die Straße bekommt, montieren die Engländer auf den besonders leichten OZ-Felgen vom Typ „Ultraleggera“ spezielle Avon ZZR-Semislicks. Gewichtseinsparungen auch im Innenraum: Die Sitzschalen bestehen nahezu vollständig aus Kohlefaser. Zusätzlich sind auch Sechspunkt-Gurte zu haben und ein abnehmbares Lenkrad. Wer ausschließlich auf der Rennstrecke unterwegs ist, kann seinen Zenos E10 R ohne Katalysator (Bypass) ordern.

Der schnelle Engländer ist kein Schnäppchen. Der Zenos E10 R kostet mindestens 39.999 Pfund Sterling, was bei aktuellem Wechselkurs genau 56.777 Euro sind.

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