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Zetsche-Antritt

Sparkurs bleibt

Foto: Daimler-Chrysler

Der neue Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche hat den geplanten Arbeitsplatzabbau bei Mercedes verteidigt. "Wir können über einige unangenehme Wahrheiten nicht hinwegsehen", sagte Zetsche dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

02.01.2006

"Unsere Kosten liegen in allen Bereichen über denen unserer Wettbewerber. Wir brauchen deutlich länger für die Montage unserer Fahrzeuge." Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren einen Produktivitätsstau aufgebaut. "Je später sie den auflösen, umso tief greifender sind die nötigen Maßnahmen. Das ist bei uns leider der Fall. Wir sind, selbstkritisch gesagt, ein bisschen spät dran."

Zetsche sprach sich für eine intensivere Zusammenarbeit von Mercedes und Chrysler aus. Das entscheidende Potenzial biete nicht die Zusammenarbeit bei Komponenten. "Wesentlich ist, dass wir das Wissen um bestimmte Technologien in allen Teilen des Konzerns nutzen", sagte Zetsche. Dabei könne auch Mercedes von Chrysler lernen. "Wir können zum Beispiel das Wissen um schlanke Produktion, das bei Chrysler vorhanden ist, für Mercedes nutzen." Zetsche führt seit 1. Januar den Daimler-Chrysler-Konzern und dessen Tochtergesellschaft Mercedes Car Group in Personalunion.

Durch diesen Wechsel ergebe sich die Chance, die Arbeit anders zu organisieren. "Man kann schauen, ob nicht manches doppelt gemacht wird, einmal in der Konzernzentrale und ein zweites Mal bei den einzelnen Marken", sagte Zetsche. Es gehe ihm aber nicht um die Abschaffung der Zentrale, "sondern darum, dass wir schneller werden wollen". Künftig sollten sich weniger Hierarchieebenen mit einem Vorgang beschäftigen müssen, bis es zu einer Entscheidung komme. "Möglicherweise sind bestimmte Aufgaben dann auch mit weniger Mitarbeitern zu erfüllen", sagte der neue Daimler-Chrysler-Chef. "Das wäre die Folge, aber nicht das Ziel unserer Anstrengungen, schneller und effizienter zu werden."

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