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Zetsche

Gehalt offen legen - Smart behalten

Foto: Daimler-Chrysler

Der neue Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche hat im Gegensatz zu seinem Vorgänger Jürgen Schrempp nichts gegen die Veröffentlichung seines Gehalts. "Ich halte es für richtig, dass sie (die Gehälter) veröffentlicht werden", sagte Zetsche am Dienstagabend (31.1) bei einer Veranstaltung der "Stuttgarter Nachrichten".

01.02.2006

Auf der kommenden Hauptversammlung des Autokonzerns im April in Berlin werde es deshalb keinen Antrag geben, die jetzt gesetzliche vorgeschriebene individualisierte Offenlegung der Vorstandsgehälter abzulehnen. Dies ist möglich, wenn 75 Prozent der Aktionäre dafür stimmen.

Auf der Porsche-Hauptversammlung am vergangenen Freitag stimmten die Stammaktionäre gegen die Offenlegung der Bezüge von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Dieser hatte sich mehrfach entschieden gegen die Veröffentlichung der Vorstandsgehälter ausgesprochen.

Daimler-Chrysler-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper hatte sich noch auf dem Aktionärstreffen 2004 gegen eine Veröffentlichung der Bezüge des Vorstandes ausgesprochen. Seit Jahren forderten Kleinaktionäre diesen Schritt, der inzwischen Gesetz geworden ist.

Verkauf von Smart kein Thema

Zetsche bekräftigte, dass derzeit ein Verkauf von Smart kein Thema sei. Zu den Forderungen von arabischen Großaktionären, sich von der defizitären Kleinwagensparte zu trennen, sagte Zetsche, er sei sich sehr bewusst, dass Daimler-Chrysler den Aktionären gehöre und er höre diesen auch zu. Trotzdem gehöre es auch zur Verantwortung des Managements, nicht zu wackeln und eine klare Linie zu gehen. Es gelte der im April 2005 beschlossene Sanierungsplan für smart, wonach 2007 ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden solle. Einen neuen Plan B gebe es nur dann, wenn der beschlossene Plan A nicht aufgehe.

Der Konzernchef verteidigte den in der vergangenen Woche bekannt gegebenen Abbau von 6.000 Stellen in Verwaltung und Management. Man müsse darauf achten, "dass Verwaltung nicht zum Selbstzweck wird und sich eine Bürokratie entwickelt, die dem Unternehmen schadet", betonte der Automanager. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sowohl bei der Verschmelzung der Daimler-Benz AG und der Mercedes-Benz AG Mitte der 90er Jahre als auch 1998 bei der Fusion von Daimler-Benz und Chrysler das Thema Verwaltung nicht so beachtet worden sei. Er habe unmittelbar nach Bekanntgabe des Plans mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Günther Oettinger (beide CDU) telefoniert und Verständnis für die Entscheidung gefunden.

Zetsche hob hervor, dass die Mercedes Car Group sich auf einem sehr guten Weg befinde, wieder die Nummer eins in der Qualität zu werden. Es gebe eine massive und schnelle Verbesserung aller Qualitätsprozesse. "Wir sind überzeugt, den Mythos Mercedes in vollem Umfang wiederherstellen zu können."

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