Am Dienstag hatte er mitgeteilt, dass die Zentrale aus dem Vorort Stuttgart-Möhringen in das wenige Kilometer entfernte Mercedes-Motorenwerk Untertürkheim verlegt wird. Auch der Vorstand wird dorthin umziehen.
Der Stellenabbau, der bis 2008 abgeschlossen werden soll, wird etwa zwei Milliarden Euro kosten. Jährlich soll auf diese Weise eine Milliarde Euro eingespart werden. Betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland sind ausgeschlossen, da für die Mitarbeiter bis Ende 2011 eine Beschäftigungssicherung gilt. Die Daimler-Chrysler-Aktie baute am Mittwoch zu Börsenbeginn ihre Gewinne vom Vortag aus. Das Papier verteuerte sich zunächst um rund zwei Prozent auf 45,15 Euro.
Schadenersatzforderungen beschäftigen Gerichte
Zudem beschäftigt die überraschende Rücktrittsankündigung des Zetsche-Vorgängers Jürgen Schrempp am Mittwoch die Gerichte. Verhandelt wird in zwei Verfahren in Stuttgart der damit ausgelöste Kurssprung der Aktie an der Börse. Zwei Aktionäre haben Daimler-Chrysler wegen entgangener Kursgewinne auf Schadenersatz verklagt. Sie werfen dem Konzern vor, zu spät über den Rücktritt von Schrempp informiert zu haben. Damit seien ihnen Kursgewinne entgangen. Der eingeklagte Schaden beläuft sich auf rund 6.000 und 3.500 Euro.




