Zetsche: "Wir schaffen 2008 neuen Verkaufsrekord"

Daimler-Chef Dieter Zetsche rechnet fest damit, dass der Autobauer auch 2008 neue Verkaufsrekorde aufstellen wird. "Das Wachstum 2008 wird sich gegenüber 2007 etwas reduzieren. Aber es wird Wachstum geben", sagte Zetsche.

Er gehe davon aus, dass "wir den Verkaufsrekord von 2007 übertreffen werden. Und dass wir auch in USA den 15. Verkaufsrekord in Folge erzielen werden." Getrieben werde das Wachstum "natürlich von Asien, aber auch von Osteuropa, von Russland und auf kleinerer Stückzahlbasis auch vom Mittleren Osten und von Südamerika."

Die Zuversicht gründe sich darauf, dass "unsere Kundenschicht weniger konjunkturanfällig ist. Unsere Marke ist mit einer guten Dynamik ausgestattet, nicht zuletzt durch die Neupositionierung und der heute wieder exzellenten Qualität."

Maier: "Absatzplus im einstelligen Prozentbereich"

Mercedes-Marketing- und Vertriebschef Klaus Maier bestätigte zudem, dass sich das Absatzplus 2008 im einstelligen Prozentbereich bewegen wird: "Unser Absatz wird auch 2008 weiter wachsen. Mir liegt aber nichts daran 2008 im zweistelligen Prozentbereich zu wachsen und dann 2009 eine Nullrunde einzufahren. Wir lassen uns von Absatz-Ankündigungen unserer Wettbewerber nicht treiben. Ich habe auch nicht per se das Ziel, einen Wettbewerber zu überholen. Wir haben uns das Ziel gegeben, bis spätestens 2010 eine Umsatzrendite von zehn Prozent einzufahren. Dazu stehen wir und dazu müssen wir natürlich wachsen."

Sehr zufrieden ist Zetsche mit dem überraschend starken Diesel-Absatz in den USA. "Im letzten Jahr haben wir unsere Verkäufe um 60 Prozent gesteigert. Dort, wo wir den Diesel anbieten, haben wir schon bis zu 20 Prozent Dieselanteil. Das ist mehr, als wir erwartet haben. Nach zwei Jahren haben wir beim Diesel fast einen Marktanteil wie Toyota beim Hybrid erst nach zehn Jahren. Deshalb sind wir optimistisch für die weitere Entwicklung, wenn wir jetzt die R-, M- und die GL-Klasse in 50 Staaten mit Bluetec, dem saubersten Diesel der Welt, anbieten werden."

Brennstoffzelle: Entwicklung forcieren

Auch die Entwicklung des Brennstoffzellen-Antriebs betreibt Daimler unter Hochdruck: "2010 beginnen wir mit einer kleinen Produktion. Zwei bis drei Jahre später sollte es möglich sein, beim Händler ein Brennstoffzellen-Auto zu erwerben, das auch wirtschaftlich darstellbar ist." Die Probleme mit der Wasserstoff-Produktion und -Infrastruktur hält Zetsche für lösbar: "Wenn man von der heutigen Wasserstoffproduktion ein Prozent abzweigen würde, dann könnte man damit fünf Millionen Brennstoffzellen-Autos betreiben. Aber da sind wir noch nicht am Ende.“

Keine Zukunft sieht Zetsche für Daimler in der Entwicklung von Billigautos, auch wenn der Konzern rund sieben Prozent am indischen Hersteller Tata hält. "Ich glaube, das ist ein interessanter Markt, aber nicht für uns. Wir bauen auch keine Fahrräder." Zetsche bezweifelt zudem, dass Tata "in den nächsten fünf Jahren in den entwickelten, europäischen Märkten eine Rolle spielen wird."

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Bernd Ostmann

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