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ZF-Chef Sommer

Elektrifizierung ist unsere Chance

Stefan Sommer Foto: ZF

Der Chef des Automobilzulieferers ZF, Stefan Sommer, ist überzeugt, dass Getriebefertigung trotz der Elektrifizierung des Antriebs eine große Zukunft hat.

18.09.2014 auto motor und sport

"Meine feste Überzeugung ist es, dass das mechanische Getriebe von heute ab dem Jahr 2025 im großen Stil teilelektrisch funktioniert. Wir bieten vom Mild- über den Full- bis zum Plug-in-Hybrid alles an und entwickeln hierfür auch die Leistungselektronik. Deshalb sehen wir in der Elektrifizierung weniger die Bedrohung und mehr die Chance“, sagte Sommer im Interview mit auto motor und sport.

Getriebe nahe am Optimum

In der Elektrifizierung sieht Sommer für den ZF-Konzern neue Marktchancen. "Unsere Ingenieure haben sich von reinen Mechanikern zu Elektronikern entwickelt, in diesem Bereich sehen wir uns technologisch an der Spitze“, betont der ZF-Chef. Zudem sieht Sommer ganz neue Aufgaben auf ZF zukommen, etwa die Entwicklung von Techniken, um Räder um 90 Grad zum leichteren Einparken drehen zu können. "Zum autonomen Parken sollte ein Auto selbstständig enge Lücken ansteuern, und zwar elektrisch im Kriechtempo, womit wir wieder beim Antrieb wären. Wenn ich Vorder- und Hinterräder um 90 Grad einschlagen könnte, wäre ich viel flexibler.“ Dazu brauche es jedoch neue Achssysteme.

Heutige Getriebe sieht Sommer bei der Zahl der Gänge schon nahe am Optimum. "Wir sind sowohl mit dem Acht- als auch dem Neunganggetriebe heute nahe am Idealzustand, dem verlustfreien Getriebe“, so Sommer. "Wir können den Verbrennungsmotor in jedem Nutzungszustand in seinem optimalen Kennfeld bewegen. Mehr Gänge machen daher kaum noch Sinn, da sie mehr Gewicht und Reibung bedeuten und sich die Effekte gegenseitig aufheben.“ Jetzt gehe es darum, Gewicht und Reibung zu optimieren.

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