ZF erwartet Verlust: Keine Jobs in Gefahr

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Der Automobilzulieferer ZF erwartet in diesem Jahr einen hohen Verlust. Konzernkreise bestätigten am Montag (6.7.) einen Bericht der "Stuttgarter Zeitung", wonach ZF fast 500 Millionen Euro Verlust einfahren könnte.

Im Jahr 2008 hatte der Gewinn nach Steuern noch 434 Millionen Euro betragen. Ein Sprecher des Unternehmens aus Friedrichshafen am Bodensee wollte sich zu der Ertragsituation nicht äußern. Meldungen, wonach im Rahmen eines zweiten Sparprogramms 4.500 Jobs in Gefahr seien, wies er zurück. "Wir müssen die Kosten senken, halten aber die Mitarbeiter", sagte er.

Weitere Sparrunde kommt

Der drittgrößte Automobilzulieferer verhandelt derzeit über eine weitere Sparrunde, mit der rund 500 Milliarden Euro eingespart werden sollen. Rund 200 Millionen Euro sollen in Vertrieb und Verwaltung gespart werden, 300 Millionen bei den Personalkosten, wie die Zeitung schreibt. Der Großteil der rund 35.000 deutschen ZF-Beschäftigten befindet sich in Kurzarbeit. Weltweit beschäftigt der Spezialist für Antriebs- und Fahrwerkstechnik 63.000 Mitarbeiter.

Vor allem die Lage auf dem Nutzfahrzeugsektor macht der ZF Friedrichshafen AG Sorge. So werden 2009 allein im Werk Friedrichshafen über 50 Prozent weniger Getriebe für Lastwagen als im Jahr zuvor gefertigt. "Auf dem Nutzfahrzeugsektor gibt es derzeit noch keinen Hoffnungsschimmer, anders sieht es dagegen bei Pkw aus", heißt es in Konzernkreisen. Konzernchef Hans-Georg Härter hatte kürzlich Hilfen für die deutsche Nutzfahrzeugindustrie gefordert.

Die Hürde für Kündigungen bei ZF ist hoch

Härter hatte bis zuletzt immer wieder betont, dass ZF auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten wolle. Kürzlich wurden sogar die Verträge von mehreren hundert befristet eingestellten Mitarbeitern verlängert. "Die Hürde, über betriebsbedingte Kündigungen nachzudenken, ist im ZF-Konzern außerordentlich hoch", sagt Härter. Das Stiftungsunternehmen vom Bodensee hat 2008 rund 12,5 Millionen Euro erlöst. In diesem Jahr dürften es deutlich weniger werden.

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dpa/uba

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