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ZF Friedrichshafen schaut sich Delphi-Werke an

Foto: ZF Friedrichshafen

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen liebäugelt nach einem Medienbericht mit der Übernahme von Fabriken des insolventen US-Autozulieferers Delphi. "Wir werden uns das eine oder andere Werk anschauen", sagte ZF-Chef Siegfried Goll in der "Wirtschaftswoche".

18.04.2006

Auch an den Komponentenwerken von Volkswagen bekundete Goll grundsätzliches Interesse, "wenn es um Fahrwerk- und Antriebstechnik geht".

Probleme im US-Geschäft, die 2005 in roten Zahlen mündeten, will das Unternehmen vom Bodensee in diesem Jahr in den Griff bekommen. "Es gibt die klare Vorgabe, 2006 im US-Markt wieder positiv abzuschließen", sagte Goll. Trotz Konzentrationswelle in der Branche sieht sich ZF Friedrichshafen nicht als Übernahmekandidat. "Über unsere Stiftung haben wir eine stabile Situation", erklärt Goll die Sonderstellung des Unternehmens.

Der ZF-Chef betonte zudem, "die Beschäftigung in Deutschland weitgehend stabil" halten zu wollen. Dabei werde es Standorte mit Reduzierungen geben, andere würden ausgebaut. "Trotz Stiftungsmodell sind wir keine Sozialstation und müssen Geld verdienen; nur dann sind die Arbeitsplätze sicher", betonte Goll.

In den kommenden Jahren wolle Deutschlands drittgrößter Autozulieferer nach Bosch und Continental ein weiteres Werk in Osteuropa aufbauen. "Vor allem bei den Standardprodukten sind wir in Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig", sagte der ZF-Chef. Zurzeit arbeiten von 54.500 Mitarbeitern rund 60 Prozent in Deutschland. Zum Konzern gehören 122 Werke in 26 Ländern.

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