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ZF

Gute Geschäfte

Foto: ZF Friedrichshafen

Update ++ Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen ist nach den Worten von Vorstandschef Siegfried Goll "überraschend gut" ins Jahr 2006 gestartet. Er rechne deshalb mit fünf oder mehr Prozent Umsatzwachstum, sagte Goll am Freitag (28.4.) in Stuttgart.

28.04.2006

Die Gewinnsituation beim drittgrößten deutschen Zulieferer hat sich 2005 stark verbessert: Das operative Ergebnis legte um 16,4 Prozent auf 512 Millionen zu, das Ergebnis nach Steuern stieg um 7 Prozent auf 247 Millionen Euro. "Der ZF-Konzern muss profitabel wachsen, um über die notwendige Finanzkraft für Zukunftsinvestitionen zu verfügen", sagte Goll. Die Kasse für Akquisitionen sei nun besser gefüllt, ob es aber zu Zukäufen komme, sei im Moment völlig offen.

Der Umsatz des drittgrößten deutschen Zulieferers war 2005 um acht Prozent auf 10,8 Milliarden Euro geklettert. Die Mitarbeiterzahl blieb mit knapp 54.000 praktisch unverändert (minus ein Prozent). Goll kritisierte den "zu hohen" Tarifabschluss in der Metallindustrie, der ZF 2006 rund 40 Millionen Euro kosten werde. "Wir müssen uns gemeinsam etwas einfallen lassen, wenn wir die Arbeitsplätze in Deutschland halten wollen", forderte Goll mehr Flexibilität von der Arbeitnehmerseite.

Das Sorgenkind Nordamerika (Umsatz 2005: 1,93 Mrd Euro) soll nach einem Verlust im niedrigen zweistelligen Millionenbereich in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben. "Aber das wird ein Kraftakt", sagte Goll unter Hinweis auf die schwierige Marktsituation bei den großen ZF-Kunden General Motors und Ford und die hohen Rohstoffpreise. Er gab aber auch Managementfehler zu, die im zweitwichtigsten ZF-Markt gemacht worden seien. Künftig will die ZF Friedrichshafen AG, die über 70 Prozent des Umsatzes in Europa erzielt, mit mehr Wachstum in Nordamerika und Asien eine bessere regionale Verteilung erreichen.

Wachstumstreiber waren 2005 vor allem die erfolgreichen Sechs-Gang-Automatgetriebe für Pkw (880.000 Stück) oder die 1,5 Millionen produzierten Pkw-Achssysteme. Goll (65) nannte die Ernennung seines designierten Nachfolger Hans-Georg Härter (60) eine gute Lösung. Härter werde ZF ab 2007 weiter erfolgreich in die Zukunft führen. Goll verabschiedet sich zum Jahresende in den Ruhestand.

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