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ZF legt 2006 zu

Foto: ZF

Der Automobilzulieferer ZF wird seinen Umsatz in diesem Jahr um sieben Prozent auf 11,64 Milliarden Euro steigern. Das Unternehmen habe von der hohen Nachfrage nach innovativen Produkten und dem Ausbau der internationalen Marktposition profitiert, sagte der scheidende Vorstandschef Siegfried Goll am Donnerstag (14.12.) in Stuttgart.

14.12.2006

Der Gewinn habe sich sogar besser als der Umsatz entwickelt, sagte Goll, ohne Einzelheiten zu nennen. 2005 hatte das Ergebnis nach Steuern 247 Millionen Euro betragen.

Goll geht zum Jahresende in den Ruhestand. Ihm folgt Hans-Georg Härter (61) an der Spitze der ZF Friedrichshafen AG (Friedrichshafen). Härter sagte, die Aussichten für 2007 seien je nach Region sehr unterschiedlich. Einbrüchen auf dem
nordamerikanischen Nutzfahrzeugmarkt stünden Zuwächse in Asien und Osteuropa gegenüber. Der weltweite Pkw-Markt werde um knapp zwei Prozent wachsen, wobei es in den USA einen Rückgang von 4,8 Prozent geben könnte. Dort versucht ZF, stärker mit den japanischen und koreanischen Herstellern ins Geschäft zu kommen, weil bei den drei US-Autobauern die Stückzahlen sinken. Der Versuch in diesem Jahr in Nordamerika eine "schwarze Null" zu schreiben, sei misslungen.

Einen Rückgang erwartet das Unternehmen in Nordamerika im Geschäft mit schweren Lastwagen. Einzelne Hersteller wie etwa Daimler-Chrysler (Freightliner) rechnen sogar mit bis zu 40 Prozent Rückgang. ZF werde dies aber nicht so stark tangieren, weil man in diesem Bereich nicht so stark vertreten sei. "Unsere Marktposition ist hier noch ausbaufähig", erklärte Härter.

Der neue ZF-Chef sagte, das Unternehmen werde gut in das neue Jahr starten, wie die Abrufe vor allem bei PKW- und Nutzfahrzeuggetrieben zeigten. Eine Herausforderung sei der Preisdruck der Autobauer, der tendenziell eher zunehme sowie die weiter hohen Rohstoffpreise. Die Produktivität bei ZF müsse deshalb noch besser werden.

Goll sagte, der Kauf von Mannesmann Sachs (heute ZF Sachs) sei verkraftet und das Unternehmen schuldenfrei. Eine größere Akquisition stehe derzeit erkennbar nicht an. Ein weiterer Zukauf sei längerfristig aber nicht auszuschließen.

In China wurden in diesem Jahr vier weitere Werke eröffnet, so dass ZF dort jetzt 18 Produktionsstätten besitzt. Die Mitarbeiterzahl stieg leicht um ein Prozent auf 55.421 Beschäftigte. 60 Prozent von ihnen arbeiten in Deutschland.

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