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Zil President Conceptcar

Limo-Studie für Kreml-Boss Putin

Zil President, Designstudie Foto: Yaroslaw Yakowlew & Bernd Weel 10 Bilder

Wladimir Putin sucht eine neue Staatskarosse. Wie diese aussehen könnte zeigen 2 Designer, die im Rahmen eines Designwettbewerbs die Studie Zil President kreierten.

05.08.2013 Thomas Gerhardt

Tschüss gepanzerte S-Klasse, Wladimir Putin wünscht für seine Moskau-Touren künftig ein Gefährt aus russischer Produktion. Problem nur, der beim Auto- und Lkw-Bauer Zil bereits vor Jahren in Auftrag gegebene 4112 P will dem Staatsführer, so schreibt es die Moscow Times, nicht recht gefallen. Über die Gründe kann bislang nur gemunkelt werden. Vielleicht findet Putin den Verbrauch von bis zu 65 L/100 km einfach nicht zeitgemäß, vielleicht ist es aber auch die Tatsache, dass der Wagen zwar über alle Maßen protzig, aber nicht wirklich ansehnlich ist.

Zil President existiert bislang nur als Computerdatei

Eine Chance das Staatsoberhaupt mit einer standesgemäßen Karosse zu beglücken, sieht nun unter anderem der russische Sportwagenbauer Marussia, der hierzulande vor allem wegen seines Formel 1-Engagements bekannt sein dürfte. Um Designideen zu sammeln, wurde zusammen mit der Internetplattform "cardesign.ru" zum Jahresbeginn ein Designwettbewerb ausgerufen, der mit weit über 100 Teilnehmern regen Zuspruch fand. Jetzt stehen die Sieger fest: Yaroslaw Yakowlew und Bernd Weel, 2 Designer, die sich noch aus der Studienzeiten kennen, konnten sich mit ihrem Zil President nach Expertenmeinung den besten Entwurf abliefern.

Natürlich existiert der Zil President bis jetzt nur als Computerdatei, Modelle wurden (noch) nicht gefertigt. Das wäre in der kurzen Wettbewerbszeit von 3 Wochen wohl kaum möglich gewesen. Und weil Yakowlew in Russland lebt und Weel sein Zuhause in den Niederlanden hat, konnten die beiden ihre Ideen ausschließlich über Skype und Dropbox austauschen.

Staatskarosse sollte auf keinen Fall futuristischwirken

Im ersten Schritt legten die beiden Designer 5 Schlüsselwörter für das Konzept fest: Repräsentativ, Kraft, zeitlos, minimalistisch (aber nicht primitiv) und Eleganz. Auf keinen Fall sollte der Wagen futuristisch aussehen.

Im Vergleich zur echten Staatslimousine von Zil wirkt die Designstudie aber um vieles moderner und schicker. Klar, dass gewisse Grundzutaten wie ein mächtiger Kühlergrill inklusive Kühlerfigur, riesige Felgen und eine kräftige Silhouette nicht fehlen dürfen. Ganz anders die Türen, die sind auf den gerenderten Bildern nämlich nicht zu sehen. Eine extrem lange Motorhaube lässt das Conceptcar optisch noch gesteckter erscheinen und die fast steil stehende Windschutzscheibe verleiht ihm eine besondere Note.

Ob es die Entwürfe aber jemals auf den Schreibtisch von Putin schaffen werden, bleibt noch abzuwarten.

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