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Zu viele Eigenzulassungen

Kfz-Gewerbe fürchtet Rabattschlacht

Autohändler Foto: Archiv

Der deutsche Automarkt schwächelt. Dass das Minus bei den Zulassungen nicht größer ausfällt, liegt auch an der hohen Zahl der Eigenzulassungen von Handel und Industrie. Das ist gut für die Statistik, aber schlecht für die Preise, klagt das KfZ-Gewerbe.

06.09.2012 dpa

Das deutsche Kfz-Gewerbe hat angesichts extrem hoher Eigenzulassungen von Herstellern und Händlern vor einer Rabattschlacht am deutschen Automarkt gewarnt. In den ersten sieben Monaten 2012 hätten diese "eine traurige Höhe von fast 29 Prozent des Gesamtmarktes" erreicht, sagte der Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftgewerbe (ZDK), Robert Rademacher, am Donnerstag (6.9.) in Frankfurt anlässlich der Messe Automechanika, die am Dienstag beginnt.

Preisniveau verfällt

Für den Bedarf an Vorführ- und Dienstwagen hätten zwei Drittel dieser 540.000 Neuwagen vollkommen ausgereicht, betonte Rademacher: "Diese Quasi-Neuwagen drängen nun als "junge Gebrauchtwagen" mit hohen Nachlässen auf den Markt und bringen dort das Preisniveau sowohl für Neuwagen als auch für Gebrauchtwagen und auch für Leasing-Rückläufer durcheinander." Unter dem Strich seien damit 180.000 Fahrzeuge nur für die Statistik zugelassen worden. Diese Werte seien alarmierend: "Auf Dauer diesen Überdruck zu verursachen führt den Markt in eine Katastrophe."
 
Insbesondere der Privatmarkt sei schwach, aktuell seien von dort auch keine Impulse zu erwarten. In der aktuellen ZDK-Geschäftsklima-Umfrage (Ende August/Anfang September) hätten mehr als die Hälfte der Betriebe (55,1 Prozent) das laufende Quartal als "schlecht" bezeichnet. Der Gesamtindex aus Neufahrzeug- und Gebrauchtwagengeschäft sowie Service sei auf den zweitschlechtesten Wert seit Februar 2010 gesunken, betonte Rademacher: Die Rabattschlacht mache das Geschäft kaputt, die Bruttogewinne seien auch im Gebrauchtwagenhandel unzureichend.

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