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Studenten der FH Pforzheim

Studenten mit Design-Ideen zu 125 Jahre Automobil

Design, FH Pforzheim, 2010, 125 Jahre Foto: FH Pforzheim 15 Bilder

Früher wurden sie von dicken Zwölfzylindern befeuert, heute stellen sich junge Nachwuchsdesigner Marken wie Alfa, Bugatti, Bentley oder Rolls-Royce mit alternativen Antriebskonzepten und knapp geschnittenen Formen vor. Für das Jubiläum 125 Jahre Automobilgeschichte machen Studenten der FH Pforzheim exklusiv für auto-motor-und-sport.de neue Interpretationen vergangener Zeiten.

08.11.2010

Die große Werkshalle des Fachbereichs Transportation Design der Uni Pforzheim hängt voller Skizzen. Acht Stunden arbeiten Studenten zusammen mit ihrem Design-Professor James Kelly an einem ganz besonderen Projekt: Sie sollen sich in ihrem vierten Semester überlegen, wie Modelle großer Automarken für die Zukunft aussehen könnten.

Jaguar im Smart-XL-Format

"Ich arbeite bei Jaguar an einem Kleinwagen, der etwas oberhalb des Smart angesiedelt ist", gibt der Chinese Siming Yan Einblick in ein verblüffendes Experiment. Auch sein Studienkollege Oliver Elz versucht, alte Pfade zu verlassen: "Morgan-Modelle hatten immer Holzrahmen. Aber ich wollte den Raum neu definieren und setze die Bretter diagonal zusammen. Sie kreuzen sich wie eine Schere, so dass in dem Einsitzer bei Bedarf Platz für einen zweiten Sitz entsteht. Can Karaismail hat sich zunächst einmal in die Welt von Sir Alec Issigonis eingelesen, bevor er sich Gedanken über eine Mini-Zukunft gemacht hat - herausgekommen ist ein minimalistisches Modell in Form einer DNA-Kette, bei der sich die Passagiere gegenüber sitzen und durch einen dehnbaren Stoff vor den Übergriffen von Wind und Wetter geschützt werden.

Automodelle der Vergangenheit mit umweltgerechter Technologie

Ungewöhnliche Formen, neue Antriebskonzepte, so könnte man die Welt der Studenten in wenigen Worten zusammenfassen. Einen Verbrennungsmotor bringt keines der Exponate mit. Der zweirädrige Bentley von Florian Schulze verfügt über Turbinenantrieb, der Morgan hat wie die meisten anderen Modelle einen E-Motor.

Daniel Dittmann will die große Horch-Vergangenheit nicht klein reden - aber die Modelle kleiner machen. Er setzt in seinen ersten Skizzen auf einen plättchenartigen Aufbau. Dabei kann das Auto in seiner Größer quasi wie der Muskel von Popeye an- oder abschwellen, je nachdem, wie viel Größe gebraucht wird.. Robert Striedick will dagegen die Volvo-Modelle der Zukunft noch optimaler für ihr Heimatland Schweden konstruieren: Die Räder werden von Schwimmkörpern überdeckt, damit die Modelle sich auch kurze Zeit im Wasser bewegen können.

Cadillac für Schiene und Straße

Johannes Wolko setzt die Mobilitätserfordernisse der Zukunft noch konsequenter um: Er konstruiert mit Blick auf die Cadillac-Vergangenheit einen Zweisitzer, der für Schiene und Straße einsetzbar ist. Und ein Alfa-Modell der Zukunft plant er mit Turbinenantrieb im hinteren Rad.

Ob alle Ideen es wirklich in die Konzeptphase schaffen, bleibt abzuwarten. Im ersten Teil des Semesters tüfteln die Studenten noch an den ersten Ideen und beschäftigen sich auch noch stark mit der Historie ihrer großen Vorbilder, von denen sie sich richtige Persönlichkeits-Pinnwände errichtet haben. In zwei Wochen müssen sie sich entscheiden, welche Ideen zu 1:4-Modellen umgesetzt werden. Welche? Das können Sie dann hier auf auto-motor-und-sport.de verfolgen.

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