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Zukunft des Motorsports

Innovatives Elektro-Kart im Praxis-Einsatz

E-Kart Foto: J. Merkle, M. Mahrholz, T. Urner, MSC Osnabr�ck 47 Bilder

Beim 24h Race of Cologne wurde den Zuschauern und Beteiligten ein Blick in die Zukunft des Motorsports geboten - ein innovatives Elektrokart, das auf Initiative des DMSB als Gemeinschaftsprojekt des Kart-Herstellers RIMO und des Batteriebauers GAIA entwickelt wurde.

04.03.2010 Powered by

RIMO lieferte als Basis ein Serien-Leihkart für die Indoor- und Outdoor-Nutzung, das sich bereits im Praxis-Einsatz bewährt hat. Dieses Kart wurde mit zwei Elektromotoren an den Hinterrädern ausgerüstet. Für die bahnbrechende Innovation sorgte die Firma GAIA in Form von Lithium-Eisenphosphat-Batterien, mit denen die Leistungsfähigkeit des E-Karts auf eine neue Stufe gehoben werden konnte.

Hybridtechnik wiegt insgesamt rund 30 Kilo
 
"Der Prototyp, den wir hier in Köln vorstellen, ist die Spitze dessen, was im Kartsport mit Elektromotoren derzeit technisch machbar ist. Gegenüber den bislang verwendeten Blei-Akkus hat die Lithium-Technologie ganz entscheidende Vorteile", erklärte Karl-Heinz Stegner, der beim DMSB unter anderem die Arbeitsgruppe für Elektro- und Hybridantriebe leitet. Dank der innovativen Technologie wiegen nun Akkutechnik und die benötigte Verkabelung nur noch insgesamt rund 30 Kilo. "Da die verwendeten Elektromotoren leichter sind als vergleichbare Verbrennungsmotoren, ergibt sich damit eine annähernd vergleichbare Relation von Leistung und Gewicht", betonte Stegner. "Dabei produzieren E-Karts keine Emissionen und haben einen hohen Wirkungsgrad."
 
Ein weiterer entscheidender Vorteil auf der Strecke: Das maximale Drehmoment liegt bereits bei niedrigen Drehzahlen an. Damit könnten Antriebe, die augenblicklich noch als "alternativ" bezeichnet werden, nicht nur umweltschonender sein, sondern tatsächlich eine attraktive Alternative auch für den Motorsport darstellen. Die beeindruckenden Fahrleistungen, zu denen das E-Kart fähig ist, wurden im Rahmen des 24h-Rennens von den beiden DTM-Fahrern Timo Scheider und Bernd Schneider demonstriert. Der amtierende DTM-Champion und der DTM-Rekord-Meister traten am Samstagnachmittag zu Vergleichstests zwischen Benzin- und Elektromotor an, bei denen das E-Kart mit hervorragenden Rundenzeiten überzeugte.
 
Neuartige Karts machen richtig Spaß
 
"Das war für mich eine ganz neue Erfahrung", staunte Timo Scheider. "Vor allem das Drehmoment hat mich schwer beeindruckt. Das ist genau so, wie man es sich wünscht. Ich glaube, dass dieser Technik gerade im Indoorbereich die Zukunft gehört. Gewöhnungsbedürftig ist allerdings, dass das Kart nahezu geräuschlos fährt." "Stimmt", fügte Bernd Schneider hinzu. "Ich habe - als Timo hinter mir war - sein Bezinkart mehr gehört als mein eigenes. Spannend finde ich, dass die Hinterachse stark mitbremst, sodass das Einlenkverhalten des E-Karts viel besser ist. Den Fans, die vielleicht beim Thema Elektro etwas die Nase rümpfen mögen, kann ich nur sagen, dass es richtig Spaß macht, mit diesem neuartigen Kart unterwegs zu sein."

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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