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Zukunft von Brennstoffzellensystemen

Durchbruch laut Studie unwahrscheinlich

Bis 2025 sollen die Kosten für Brennstoffzellen deutlich sinken. Foto: Toyota

Die Kosten für Brennstoffzellensysteme könnten bis 2025 deutlich sinken. Dennoch ist ein Durchbruch der Technik nach einer Studie eher unwahrscheinlich.

13.01.2014 auto motor und sport

Der Traum von Null-Emissions-Fahrzeugen schien mit der fortschreitenden Entwicklung moderner Brennstoffzellensysteme immer realistischer zu werden. Bis 2015 wollen unter anderem Toyota mit dem FCV und Hyundai mit dem ix35 FCEV erste Serienmodelle mit Brennstoffzellentechnik auf den Markt bringen. Einen Durchbruch in der Automobilbranche wird diese Technologie dennoch nicht erleben, glaubt man der aktuellen Studie "Fuel cells - A realistic alternative for zero emission?" des Beratungsunternehmens Roland Berger.

Hohe Produktionskosten verhindern Durchbruch am Massenmarkt

Zwar gehen die forschenden Wissenschaftler davon aus, dass die Herstellungskosten für Brennstoffzellensysteme bis 2025 um bis zu 80 Prozent sinken und der Technik neue Marktchancen eröffnen werden. Ein Durchbruch am Massenmarkt bleibe dennoch unrealistisch. Das liege laut Wolfgang Bernhart, Partner von Roland Berger, vor allem an "gravierenden technischen Hürden", die bis zur Massenfertigung von Brennstoffzellenautos noch zu nehmen seien.

Aktueller Stand der automobilen Forschungsarbeit

Den Wissenschaftlern zufolge kostet ein Brennstoffzellensystem für ein Fahrzeug derzeit noch rund 45.000 Euro. Mit einem Anteil von etwa 45 Prozent an den Gesamtkosten ist die Technologie daher der größte Kostenfaktor bei der Herstellung von Brennstoffzellenautos. Das liegt unter anderem am Einsatz des teuren Edelmetalls Platin, das katalysierend wirkt. Die Tatsache, dass Platin zudem nur sehr begrenzt am Markt erhältlich ist, liefert ein weiteres Argument für die These, dass es Brennstoffzellensysteme am Massenmarkt schwer haben werden. Viele Automobilhersteller forschen deshalb an der Entwicklung platinfreier Brennstoffzellen. Allerdings sind solche Systeme noch weit von der Serienreife entfernt.

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