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Zukunft von Mercedes-Chef Cordes weiter offen

Foto: Daimler-Chrysler

Die Zukunft von Mercedes-Chef Eckhard Cordes ist weiter offen. Vorstand und Aufsichtsräte des Autokonzerns Daimler-Chrysler seien dabei, nach einer Lösung der unerwarteten Führungskrise zu suchen, hieß es am Freitag (29.7.) in Konzernkreisen.

29.07.2005

Eine Sondersitzung des Aufsichtsgremiums solle es aber nicht geben. "Die Aufsichtsräte sind fast alle schon in Urlaub", hieß es.

Cordes Rücktrittsangebot habe das Unternehmen in eine heikle Situation gebracht, hieß es von Branchenbeobachtern. Der ehrgeizige frühere Nutzfahrzeug-Chef wolle es offenbar nicht hinnehmen, dass nicht er, sondern Chrysler-Vorstand Dieter Zetsche im Januar 2006 Nachfolger von Konzernchef Jürgen Schrempp werde.

Cordes ist "umgefallen".

Cordes habe der seit Wochen vorbereiteten Berufung von Zetsche als Schrempp-Nachfolger im Vorfeld zunächst zugestimmt. Am Donnerstagvormittag habe er dann plötzlich einen massiven Vertrauensverlust beklagt und sei "umgefallen", berichteten gut informierte Kreise. Cordes bot daraufhin dem Aufsichtsrat seinen Rücktritt an. Anschließend nahm er gemeinsam mit Schrempp, Zetsche und weiteren Vorstandsmitgliedern an der Telefonkonferenz mit Analysten teil. Aus Aufsichtsratskreisen hieß es, dass man sich am Donnerstag bei der Aufsichtsratssitzung offiziell nicht mit der Cordes-Frage befasst habe. Aus dem Umfeld des Mercedes-Chefs verlautete bislang nicht, ob sich der Topmanager bereits endgültig für einen Verzicht entschieden hat.

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