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Zulieferer

Auf nach Osten

Foto: Renault

Jeder zweite deutsche Autozulieferer plant derzeit, Produktionsstätten nach Osteuropa oder China zu verlagern. Das ist das Ergebnis einer Studie über den Automobilmarkt, den die Unternehmensberatung Ernst & Young am Montag (13.9.) zur Messe "Automechanika" in Frankfurt vorstellte.

13.09.2004

Ausschlaggebend seien die niedrigen Lohn- und Produktionskosten in diesen Regionen. Gut ausgebildete und flexible Arbeitskräfte machten Osteuropa und China zu attraktiven Standorten. "Der Automobilstandort Deutschland ist durchaus in Gefahr", lautet das Ergebnis.

Derzeit produziert laut Studie fast jeder dritte deutsche Zulieferer auch in Osteuropa, jeder sechste in China. "Die Verlagerung der Produktion bietet die womöglich letzte Chance, die Kosten zu reduzieren und weiter im Wettbewerb bestehen zu können", hieß es. In Ungarn betrügen die Stundenlöhne teilweise nur 15 bis 20 Prozent und die Gehälter rund 25 Prozent der Kosten in Deutschland. Im weltweiten Standortvergleich bewerteten die Autozulieferer China und Tschechien am besten, gefolgt von Ungarn und Polen.

Wichtigstes Ziel bleibe Osteuropa - wegen der niedrigen Kosten und der Nähe zum westeuropäischen Absatzmarkt. Rund 39 Prozent der Unternehmen hätten konkrete Planungen für die Verlagerung von Teilen der Produktion dorthin, fast jeder Vierte (23 Prozent) plane Investitionen in China, berichtete Ernst & Young. Die Unternehmensberatung befragte für die repräsentative Studie 200 deutsche Zulieferbetriebe.

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