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Zuliefererkrise

Paragon meldet Insolvenz an

Foto: Reinhard Schmid 16 Bilder

Update ++ Der Automobilzulieferer Paragon aus Delbrück hat am Montag (5.10.) einen Insolvenzantrag gestellt. Durch die Absatzkrise in der Automobilindustrie leidet das Unternehmen seit Monaten unter Liquiditätsproblemen.

05.10.2009 Uli Baumann

Paragon, Spezialist für Anzeige- und Bediensysteme, hat im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von 108,9 Millionen Euro erwirtschaftet und dabei einen Gewinn von 6,8 Millionen Euro erzielt. Damals beschäftigte das Unternehmen 594 Mitarbeiter. Neuere Zahlen sollen erst im Laufe des Tages veröffentlicht werden.

Artega 5:17 Min.

Der Paragon-Vorstand habe durch massive Kostensenkungsmaßnahmen, zu denen Entlassungen gehören, bereits im jahr 2008 reagiert. Über Monate hinweg habe man mit den Banken verhandelt, um die Kreditlinien zu bewahren und zusätzliche Liquidität zur Überwindung der Krise zu erhalten. Allerdings konnte bislang mit den Banken keine Einigung erzielt werden. Für 2010 stellt Paragon wieder schwarze Zahlen in Aussicht. Man sei derzeit bereits wieder dreischichtig ausgelastet.

Artega-Produktion von Insolvenz nicht betroffen

Seit 2008 wird am Standort Delbrück auch der Sportwagen Artega GT in Kleinserie gefertigt. Mit dem Artega GT hat sich Firmeninhaber Klaus Dieter Frers seinen automobilen Traum erfüllt. Der 75.000 Euro teure Sportwagen mit Kunststoffkarosserie wird von einem 300 PS starken VW-V6-Motor angetrieben. Vom Insolvenzverfahren des Zulieferers Paragon soll die Automobilfertigung des Artega GT aber unberührt bleiben. Nach Angaben von Frers ist Artega gesellschaftsrechtlich und finanziell nicht mit Paragon verknüpft. Artega hätte noch nicht einmal ein Bankdarlehen und wird vollständig von den Gesellschaftern finanziert.

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