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Zwangsbündelung von Extras

Hersteller schnüren groteske Pakete

Audi A3, Innenraum, Cockpit, Lederaussattung Foto: Audi

Auch in Deutschland macht sich zunehmend die Unsitte breit, dass Autohersteller Extras nicht mehr einzeln, sondern verstärkt in Paketen anbieten. Dabei werden immer häufiger gewünschte und sinnvolle Extras mit anderem Zubehör kombiniert, das teuer ist und mit dem gewünschten Extra nichts zu tun hat.

26.07.2012 auto motor und sport

auto motor und sport hat die Zubehörlisten der großen Autohersteller in Deutschland durchforstet und dabei groteske Kombinationen entdeckt.

Totwinkelassistent bedingt Lederlenkrad

So müssen Autokäufer, die bei einem Mercedes die Medien-Schnittstelle für mobile Endgeräte wünschen, in der A-, C- und E-Klasse auch das Audiosystem mit Sechsfach-DVD-Wechsler dazubestellen. Wer bei der neuen A-Klasse Spurhalte- und Totwinkelassistent für zusammen 892 Euro wünscht, muss zwangsweise auch das einfache Navigationssystem, ein lederbezogenes Multifunktionslenkrad sowie das teurere Audio 20 CD-Radio mitbestellen. Zusätzlicher Aufpreis: 1.482 Euro. Eine Freisprecheinrichtung kann man in der A-Klasse nur mit dem aufpreispflichtigen teureren Radio bestellen.

Japanische Hersteller, die das Kombinieren teurer Extras schon seit Jahren betreiben, fallen ebenfalls durch besonders ungewöhnliche, überteuerte Kombinationen auf. Während man bei Opel eine Sitzheizung für branchenübliche 330 Euro und ohne Zwangsextra bestellen kann, kostet die Sitzheizung bei Toyota beachtliche 950 Euro, weil man gezwungen ist, auch verdunkelte Scheiben und acht Zusatzlautsprecher zu bestellen.

Auch Audi hat inzwischen solche unsinnigen und teuren Pakete geschnürt. Obwohl der günstigste A3 bereits 22.500 Euro kostet. muss man zahlreiche Extras hinzu bestellen. Erstaunlich: Obwohl das Auto bereits in der Basisausstattung mit einem Radio ausgerüstet ist, muss man bei allen Zusatzpaketen immer das 425 Euro teure MMI-Radio ordern.

Bei BMW wird die schlüssellose Schließtechnik ohne Zusammenhang mit der Ambiente-Beleuchtung verknüpft. Obwohl der Fünfer serienmäßig per Knopfdruck startet, verlangt BMW für das bequeme, schlüssellose Entriegeln der Türen ungewöhnlich hohe 880 Euro extra – plus weitere 285 Euro für die damit verbundene, überflüssige Ambiente-Beleuchtung im Interieur.

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