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Nico Rosberg

Foto: Kunze, LAT, Schlegelmilch

Nico Rosberg ist einer der besten deutschen Formel 1-Rennfahrer aller Zeiten. Der Mercedes-Pilot gilt als kommender Weltmeister. Das Talent wurde dem Wahlmonegassen schon in die Wiege gelegt. Sein Vater ist niemand geringeres als Ex-Champion Keke Rosberg.

Nico Rosbergs Formel 1-Karriere war schon früh vorherbestimmt. Als das Ausnahmetalent 2002 im Formel BMW ADAC Team seines Vaters Keke Rosberg Meister wurde, hatte der damals 17-Jährige bereits 11 Jahre Kart- und Formel-Erfahrung sammeln können.

Nico Rosberg sammelt erste Erfolge in der Formel 3

Große Rennställe wurden früh auf das Talent aufmerksam und so durfte Rosberg schon kurz nach seinem Formel BMW Titel bei einem Williams-Test Formel 1-Luft schnuppern. Vor dem Einstieg in die Königsklasse musste Nico Rosberg sein Talent aber zuerst noch in der Formel 3 beweisen. In seinem ersten F3-Jahr 2004 belegte Rosberg Gesamtrang 8 und ließ in der Endabrechnung bekannte Namen wie Bruno Spengler oder Robert Kubica hinter sich.

2004 verbesserte sich der Wahl-Monegasse auf Rang 4in der Gesamtwertung und freundete sich schon damals mit Lewis Hamilton an, der am Ende einen Platz hinter Rosberg landete.

Nico Rosberg wird GP2-Champion 2005

Der große Schritt folgte 2005: Der sympathische Blondschopf stieg in die Formel 1-Nachwuchsserie GP2 auf und konnte mit dem Team ART auf Anhieb den Meistertitel einfahren. Nur der spätere Renault und McLaren-Pilot Heikki Kovalainen konnte Rosberg dabei einigermaßen folgen. Nach nur einer Saison GP2 hatte Rosberg allerdings bewiesen, dass er reif für den Schritt in die Formel 1 war.

So feierte der Wiesbadener nur kurz darauf im März 2006 sein GP-Debüt in Bahrain. Schon beim ersten Rennen für sein neues Williams Team fuhr Nico Rosberg auf Rang sieben in die Punkte. Mit der schnellsten Rennrunde sicherte sich das Ausnahmetalent im ersten Rennen einen Rekord. Er war der jüngste Fahrer, dem dieses Kunststück gelang. Danach lief es allerdings nicht mehr rund. Vor Defekten geplagt fuhr Rosberg am Nürburgring nur noch ein einziges Mal in die Punkteränge.

Nico Rosberg mit Steigerung im zweiten F1-Jahr

Nach nur 4 Zählern 2006 sollte sein zweites Jahr bereits deutlich erfolgreicher verlaufen. Seinen neuen Teamkollegen Alex Wurz konnte Nico Rosberg klar hinter sich lassen. 20 Punkte und Platz 9 in der Fahrerwertung waren 2007 der verdiente Lohn. Nach den guten Leistungen warb auch McLaren-Mercedes um die Dienste des jungen Deutschen. Doch Frank Williams verlängerte den Vertrag bis 2010 und gab Rosberg auch gegen Geld nicht ab.

Das Jahr 2008 konnte allerdings nicht ganz halten, was sich das Team und sein Nummer 1-Pilot versprachen. Abgesehen von den Highlights in Australien und Singapur, wo Rosberg mit den Rängen 3 bzw. 2 die ersten Podiumsplätze seiner Karriere sammeln konnte, fuhr Williams der Konkurrenz meist nur hinterher und hatte Mühe regelmäßig zu punkten.

Im Jahr 2009 blieb Rosberg das Podium ganz verwehrt. Immerhin konnte der Williams-Pilot elf Mal in die Punkte fahren. Zu mehr als Platz 7 in der Fahrer-WM reichte das allerdings nicht aus. Damit hatte der gebürtige Wiesbadener aber immerhin die Mercedes-Leitung überzeugt. Vor der Saison 2010 wechselte Nico Rosberg zu den Silberpfeilen.

Mercedes-Duell mit Michael Schumacher

Etwas überraschend - auch für Nico Rosberg - bekam er Michael Schumacher als neuen Teamkollen zur Seite gestellt. Aber schon in den ersten Rennen der Saison 2010 machte der junge Herausforderer klar, dass er ohne Respekt in den teaminternen Zweikampf geht. Mit den ersten beiden Podiumsplätzen für das neue Mercedes GP-Werksteam in Malaysia und China setze Rosberg Ausrufezeichen. Am Ende der Saison konnte er das Tempo aber nicht ganz halten. Mit Rang 7 in der Fahrerwertung wiederholte er die Vorjahresplatzierung.

Auch 2011 klappte es nicht mit dem angepeilten ersten Sieg. Hinter Red Bull, McLaren und Ferrari waren die Silberpfeile nur die vierte Kraft. Selbst ein Podiumsplatz wollte nicht mehr herausspringen. Rosberg konnte sich nur darüber freuen, dass er das teaminterne Duell gegen Schumacher auch in der zweiten Saison gewann. Von den ersten beiden enttäuschenden Jahren ließ sich Rosberg aber nicht entmutigen. Im November unterschrieb er einen neuen Vertrag beim Mercedes-Werksteam.

Das Vertrauen schien sich Anfang 2012 auszuzahlen. Im dritten Saisonrennen in Shanghai gelang endlich der erste Sieg. 111 Anläufe hatte Rosberg dafür gebraucht. Es war gleichzeitig der erste Erfolg für das neuformierte Mercedes-Werksteam. In Monaco schien Rosberg das Kunststück wiederholen zu können. Doch auf den engen Kurs vor seiner Haustür fand er kein Weg vorbei am Red Bull von Mark Webber.

Der zweite Platz im Fürstentun war allerdings das letzte Highlight der Saison. Danach zeigte die Formkurve der Silberpfeile steil nach unten. In den letzten 6 Saisonrennen konnte Rosberg gar nicht mehr punkten. Am Ende landete er in der Fahrerwertung auf Rang 9 weit entfernt von der Spitze. Dass er wieder einmal vor Schumi landete, war nur ein schwacher Trost.

2013 musste sich Rosberg gegen einen neuen Teamkollegen behaupten. Lewis Hamilton wechselte von McLaren zum Mercedes-Werksteam. Zur Überraschung vieler Experten fuhr der Deutsche auf einem Niveau mit dem Briten. Dass er in der WM-Wertung am Ende 18 Punkte hinter Hamilton auf Rang 6 klassiert wurde, schmerzte nicht. Mit seinen beiden Klassiker-Siegen in Monte Carlo und Silverstone setzte er die Highlights. Mit etwas mehr Technik-Glück wäre in der Fahrer-Wertung noch eine bessere Platzierung drin gewesen.

Rosberg wird 2014 und 2015 Vize-Champion

2014 rückte das Duell gegen den Teamkollegen deutlich mehr in den Vordergrund. Das neue Motorenreglement spielte Mercedes in die Karten. Der Silberpfeil war das dominierende Auto der Saison. Für den Titel gab es nur 2 Kandidaten. In einem hart geführten Duell blieb die Freundschaft von Hamilton und Rosberg mehrmals auf der Strecke.

Zwischendurch sah es mit 5 Siegen für Rosberg immer wieder gut aus in der WM-Wertung. Doch mit einem unnachahmlichen Schlussspurt setzte sich am Ende Hamilton durch. Als Trostpreis gab es für Vize-Champion Rosberg nur die Pole Position-Trophäe. Das Trainingsduell ging klar an den Deutschen. In Sachen Rennpace konnte er allerdings nicht mit seinem Teamkollegen mithalten.

2015 lief es andersrum, das Ergebnis blieb allerdings gleich. Dieses Mal machte Hamilton schon zu Saisonbeginn alles klar, als Rosberg einige Schwächen zeigte. Schon beim viertletzten Grand Prix der Saison feierte Hamilton die Titelverteidigung. Der Schlussspurt des Deutschen mit 3 Siegen in den letzten Rennen des Jahres kam zu spät.

(Stand: 01/2016)

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