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Paul di Resta

Paul Di Resta Foto: Wolfgang Wilhelm

Paul di Resta ist ein Senkrechtstarter mit großen Zielen. Der Cousin von Indy-Car-Legende Dario Franchitti feierte in seiner jungen Karriere schon beachtliche Erfolge. Doch nach einer Stippvisite in der Formel 1 ist der Schotte mittlerweile wieder in der DTM angekommen.

Der Stern von Paul di Resta begann schon früh aufzugehen. Mit acht Jahren drehte der in Uphall geborene Schotte die ersten Runden im Kart. Bereits als 14-Jähriger profitierte er von der Mercedes-Nachwuchsförderung als er 2000 und 2001 die McLaren-Mercedes Champions of the Future Kartserie mit dem Titelgewinn abschloss.

Durch einen dritten Platz in der Formel Renault gewann Di Resta 2004 den Young Driver of the Year Award des britischen Automobilverbands und wurde offizieller Mercedes-Junior. 2005 stieg das Talent in die Formel 3 Euroserie ein, die er 2006 mit dem Meistertitel abschloss. Dabei ließ er auch Teamkollege Sebastian Vettel hinter sich wurde so Nachfolger von Lewis Hamilton.

Nach der F3-Meisterschaft folgte als logischer Schritt der Einstieg in die DTM. Dort bekam der Schotte zunächst einen Jahreswagen im Persson-Team von Arbeitgeber Mercedes zu Verfügung gestellt. Schon in der ersten Saison sorgte der Schotte für Furore, als er mit dem technisch unterlegenem Material vier Podiumsplätze einfuhr und zeitweise sogar die Gesamtwertung anführte.

Di Resta bleibt vier Jahre in der DTM

Damit hatte er sich 2008 den Platz im Werksteam mit einer aktuellen C-Klasse verdient. Und der Schotte enttäuschte die Erwartungen nicht: Bis zum letzten Rennen hielt der Youngster die Meisterschaft offen und musste sich am Ende mit vier Punkten nur knapp Audi-Pilot Timo Scheider geschlagen geben. Als bester Mercedes-Pilot demonstrierte der Youngster erneut sein Potenzial.

Auch 2009 stellte di Resta wieder sein Talent unter Beweis und schloss das Jahr als Dritter in der Gesamtwertung ab. Obwohl Di Resta bis zum Schluss ein Titelkandidat war, überwog am Ende die Enttäuschung. Als Trostpflaster wurde der Schotte von Force India als Testfahrer verpflichtet. Als einziger Ersatzmann durfte er regelmäßig am Freitag Erfahrung sammeln.

DTM-Titel und Wechsel in die Formel 1

Nebenbei fuhr Di Resta 2010 natürlich in der DTM weiter - und schaffte endlich sein Meisterstück. Mit drei Siegen und vier zweiten Plätzen konnte dem Schotten in Sachen Konstanz keiner das Wasser reichen. Damit aber noch nicht genug: Zum Meistertitel ging endlich auch der lange gehegte Traum in Erfüllung. Force India gab dem Supertalent einen Vertrag für die Formel 1, wo er 2011 an der Seite von Adrian Sutil an den Start ging.

Im ersten Formel 1-Jahr lief aber noch nicht alles nach Plan. Zwar konnte Di Resta seinen Teamkollegen Adrian Sutil im Qualifying zunächst öfter hinter sich lassen, in den Rennen sprangen dann aber zu wenig Punkte heraus. Erst in der zweiten Saisonhälfte wurde das Konto regelmäßiger aufgestockt. Mit Platz sechs in Singapur feierte Di Resta sein bestes Saisonergebnis. Am Ende blieb er allerdings in der WM-Wertung vier Plätze hinter Sutil. Auch das Quali-Duell ging knapp verloren.

Formel 1-Durchbruch bleibt aus

Trotzdem schenkte Teamchef Vijay Mallya dem Schotten auch 2012 das Vertrauen. Sein neuer Teamkollege hieß nun Nico Hülkenberg. In den ersten Rennen sah das teaminterne Duell auch noch ganz gut aus. In Bahrain setzte Di Resta mit Platz sechs ein erstes Highlight. Als einziger Pilot im Feld kam er mit nur einem Reifenwechsel aus. Doch danach kam nicht mehr viel. Immer wieder wurde der Schotte von Hülkenberg abgekocht. Sowohl im Qualifying als auch im Rennen war der Deutsche regelmäßig schneller.

Nur einen einzigen Höhepunkt hatte die Saison noch zu bieten. Wie im Vorjahr geigte Di Resta in Singapur groß auf. Platz vier bedeutete das beste Karriere-Ergebnis bis dahin. Am mageren 14. Platz in der Fahrerwertung konnte das aber nichts mehr ändern. Auch im dritten Formel 1-Jahr wartete Di Resta vergeblich auf den großen Durchbruch. Mit Platz 12 konnte er sich nicht für ein Top-Team qualifizieren.

Im Gegenteil: Force India verpflichtete mit Nico Hülkenberg und Sergio Perez 2 neue Piloten. Di Resta musste sich nach Alternativen umschauen. Obwohl es offenbar auch ein Angebot aus der US-IndyCar-Serie gab, entschied sich der Schotte schließlich zur Rückkehr in die DTM, wo er 2014 wieder für seinen alten Arbeitgeber Mercedes an den Start ging.

Besonders erfolgreich war der Ex-F1-Fahrer hierbei nicht. Inkonstante Leistungen, ein kränkelder Mercedes und langsame Renn-Pace schlugen sich in den Ergebnissen nieder. Wenn Di Resta in den Punkten landete - immerhin drei Mal - dann immer als Vierter. So standen letztlich 36 Punkte am Saisonende auf dem Konto des Schotten. Rang 15.

2015 will er schneller sein, klar. Die Frage ist nur, ob ihm sein Dienst-Mercedes das erlaubt.

(Stand 04/2015)

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